5 Fehler, die Anfänger beim Yoga vermeiden sollten

Mit Yoga beginnen kann jeder - aber diese fünf Fehler sollte keiner machen! Damit die erste Yoga-Stunde ein tolles Erlebnis wird, erklärt Profi Suzanne Freiherz, worauf man achten sollte.

Fehler 1: Sie nehmen den erstbesten Kurs.

Yoga ist die Erkenntnis, dass alles in und um uns verbunden und Eins ist. Es geht nicht um körperliche Leistung, sondern sich zu erinnern, dass alles für ein glückliches Leben schon in uns da ist. Dennoch haben sich Yogaklassen entwickelt, die Menschen in Levels trennen und die innere Qualität der Praxis hinter den körperlichen Aspekt stellen oder sogar ganz verloren haben. Seien sie sich einfach bewusst, dass es ein Riesenangebot und unterschiedlichste Richtungen gibt. Erkundigen sie sich vor der ersten Klasse, was gemacht wird, damit sie das Richtige für sich finden. Informieren Sie sich außerdem vorab über eventuelle Beschwerden, Schwangerschaft oder ärztliche Anweisungen und lassen sie sich entsprechend beraten, welche Klassen für Sie geeignet sind. Seien Sie wach und bleiben Sie offen, um unter der Breite des Angebots das zu finden, was sie sich wünschen. Trauen Sie sich, einen Kurs zu wechseln, wenn sich herausstellt, dass er nicht das ist, was Sie suchen.

Fehler 2: Sie vertrauen einer Lehrperson mehr als sich selbst.

Natürlich sollten Sie eine Lehrperson wählen, bei der Sie sich wohl fühlen und der Sievertrauen können. Dennoch müssen Siesich bewusst sein, dass niemand Sieso gut kennt wie Siesich selbst. Haben Siein erster Linie Vertrauen in Ihren Körper und Ihr Gefühl. Geben Sie die Verantwortung und die Entscheidung, was Sie tun und nicht tun, nie an eine andere Person ab. Obwohl die Bewegungen vielleicht neu sind, wissen dennoch Sie am Besten, was für Sie gut ist.

Fehler 3: Sie schauen den anderen zu und vergleichen sich.

Wenn Sie in der Yogaklasse herumgucken oder sich nur auf die Lehrperson konzentrieren, spüren Sie sich selbst nicht mehr. Sie vergleichen sich mit Menschen, die die Bewegungen vielleicht nicht zum ersten Mal machen und werden dann frustriert, weil Sie gefordert sind und andere scheinen es nicht zu sein. Halten Sie also die Aufmerksamkeit bei sich und machen alles so, dass Sie sich wohl fühlen. Machen Sie aus einer nährenden Praxis keinen Wettbewerb, dann ist die Praxis wirklich das, was sie sein soll: bereichernd auf allen Ebenen.

Fehler 4: Sie packen den Ehrgeiz des Alltags in die Praxis.

Yoga soll Freude machen. Wenn Sie Ehrgeiz in die Praxis bringen oder zulassen, dass jemand Druck auf Sie ausübt, beginnen Sie in den Bewegungen oder Atemtechniken zu kämpfen, wo Sie eigentlich die Möglichkeit hätten, sich davon zu befreien und üben könnten, wieder Freude am Tun zu haben. Was auch immer Sie also machen - Bewegung, Atemtechnik oder Entspannung - begegnen Sie allem mit einem Lächeln und genießen Sie die Tatsache, dass Sie sich Zeit nehmen für sich. Sie müssen niemandem etwas beweisen, denn Sie verkörpern pure Lebensintelligenz.

Fehler 5: Sie glauben, sie müssen anders sein als sie sind.

Sie müssen weder beweglicher oder kräftiger sein als Sie sind, noch geduldiger oder spiritueller. Sie kommen so wie Sie sind in die Klasse und machen die Praxis so, dass Sie ihnen Freude macht und Ihnen in Ihrem Leben nützt. Jede Technik - Bewegung, Atmung, Entspannung, Meditation - ist dazu da, dass sie an jeden Menschen angepasst wird. Niemals müssen Sie sich in eine Bewegung oder Technik hineinzwingen. Lassen Sie sich auch bei Atemtechniken nicht in einen Rhythmus drängen, der Sie stresst. Werden Sie hellhörig, wenn jemand Ihnen sagt: „Sie sind noch nicht so weit.“ Stellen sie sicher, dass Sie Klassen wählen, bei denen Sie voll und ganz eingebunden sind ins Geschehen und so unterstützt werden, wie Sie jetzt gerade sind. Sie sind einzigartig und so muss auch Ihre Praxis sein: individuell und besonders.

Suzanne Freiherz hat Yuna gegründet, unterrichtet seit über 12 Jahren, betreibt ein Yuna Studio in Graz und bildet europaweit TrainerInnen aus. Obwohl sie nicht mehr in Österreich lebt, kommt sie immer wieder gerne für Events in die alte Heimat.

www.yuna.at

Yunity mit Suzanne Freiherz in Graz
Suzanne Freiherz beim Yunity-Yoga-Picknick 2013 in Graz.

Über 400 TeilnehmerInnen werden am 5. September 2015 unter der Anleitung von Suzanne Freiherz von YUNA ihre Matte am Grazer Hauptplatz ausrollen und im Anschluss frische und biologische Leckereien, wie Joghurts, Obst, Salate, frisch gebackene Weckerl und kleine Kuchen von MANGOLDS Restaurant & Café genießen. yunity ist ein kostenloser Event für ALLE und steht für Gemeinschaft, Bewegung, Bewusstheit, Gesundheit und Lebensfreude mitten in der Stadt!

Wann: Samstag, 5. September 2015, 15 Uhr

Wo: Hauptplatz Graz

Eintritt frei, Infos und Anmeldung (aus organisatorischen Gründen) über www.yunity.at

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