Warum solltet ihr diese Ja/Nein/Vielleicht-Liste über Sex mit eurem*eurer Partner*in durchgehen?

Weil ja, mit Partner*innen über sexuelle Bedürfnisse sprechen kann verdammt schwierig sein und das kann euch dabei helfen, dieses Gespräch erfolgreich zu führen.

Warum solltet ihr diese Ja/Nein/Vielelicht-Liste über Sex mit eurem*eurer Partner*in durchgehen?

Das Gespräch mit einem*einer Partner*in über sexuelle Bedürfnisse ist eines der wichtigsten, die man führen kann. Es steckt die Grenzen beider Personen ab und gleichzeitig werden Erwartungen, Wünsche und Fantasien abgeklärt. Leider ist es aber auch ein Gespräch, das viele Paare herausfordernd und schwierig finden. In den Köpfen vieler ist Sex nach wie vor etwas, das hinter geschlossene Türen gehört und über das man nicht sprechen sollte. Und wir haben schließlich nie gelernt, diese Bedürfnisse zu äußern und schämen uns vielleicht sogar für manche unserer Bedürfnisse und Wünsche. Um diese Ängste zu überwinden und das Gespräch anzukurbeln kann eine Ja/Nein/Vielleicht-Liste helfen.

Sprungbrett für Konversation

"Wenn du nervös bist, wie du jemandem sagst: 'Ich möchte meine Füße in deinen Mund stecken' oder 'Ich möchte mit dir Analsex haben', kann eine Ja/Nein/Vielleicht-Liste einen psychologischen Puffer schaffen, bei dem die Neins weniger dramatisch werden und die Ja's zu einem Sprungbrett für ein weiteres Gespräch werden, anstatt zu einem kompletten Satz", sagt Kink Coach Princess Kali, Gründerin von KinkAcademy.com gegenüber Cosmopolitan. Eine Ja/Nein/Vielleicht-Liste kann nicht nur dabei helfen, herauszufinden, welche Sexakte man ausprobieren möchte, sagt sie, sondern vor allem, welche emotionalen Erfahrungen man beim Sex machen möchte.

Gespräche über Vorstellungen

Wenn man nun also gemeinsam so eine Liste durcharbeitet, muss es gar nicht darum gehen, dass man all diese Punkte schonmal gemacht hat, sondern darum, dass man vielleicht Lust hätte sie zu probieren. Und wie oben erwähnt, ist ein JA kein vollendeter Satz. So kann man beispielsweise sagen, ja man ist offen BDSM zu probieren, aber nur unter folgenden Bedingungen. Die Liste setzt ein Gespräch in Gang, das von der ersten Idee bis zur Umsetzung vielleicht noch einige Schritte benötigt.

Was sind nun aber typische Punkte, die man auf so eine Liste setzen und mit seinem*seiner Partner*in durchbesprechen könnte? We got you covered. Schaut euch unsere Liste mal durch. Was könntet ihr euch vorstellen, was würdet ihr gerne mal probieren?

  • Analsex
  • Pegging
  • Gemeinsam ein Bad nehmen
  • Sex im Wasser haben
  • Beißen
  • Augen verbinden
  • Ganzkörpermassagen
  • Bondage
  • Würgen
  • Penisringe
  • Paarvibratoren
  • Edging
  • Sex mit Lebensmittel
  • An den Zehen saugen
  • An den Haaren ziehen
  • Heißes Wachs
  • Handschellen
  • Gemeinsames Masturbieren
  • Nippel stärker einbeziehen
  • Oralsex
  • Sex während der Periode
  • Sexting
  • Telefonsex
  • Sex in der Dusche
  • Spanking
  • Sperma schlucken
  • Gruppensex
  • Ein Dreier
  • Sexparty oder sexpositive Party besuchen
  • Rollenspiele
  • Gemeinsam Pornos schauen

Angst vor Zurückweisung?

Wenn man diese Liste nun mit seinem*seiner Partner*in durchgeht, ist es wichtig, dass ihr euch bewusst macht, das unterschiedliche Meinungen zu gewissen Punkten nicht heißt, dass ihr zurückgewiesen werdet. Nur weil jemand keine Lust hat, Analsex zu probieren, bedeutet das nicht, dass diese Person keine Lust auf euch hat oder euch abturnend findet. Bedürfnisse sind unterschiedlich. Egal wie sehr die andere Person euch liebt, heiß findet, mit euch Sex haben möchte, sie muss nicht dieselben Bedürfnisse wie ihr haben. Das macht eure Bedürfnisse aber nicht weniger valide, nur weil sie es nicht tun will.

 

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