Deshalb solltet ihr nie wieder feuchtes Toilettenpapier benutzen

Bitte merken: Neben Speiseresten, Öl, Binden, Unterhosen und Kondomen hat auch feuchtes Toilettenpapier nichts im Klo verloren. Die gute Nachricht: Es gibt eine umweltfreundliche Alternative, die sogar aus Österreich kommt!

Feuchtes Toilettenpapier

In England machte vor Kurzem ein riesiger Fettberg Schlagzeilen, der die Kanalisation verstopfte. Die KanalarbeiterInnen mussten mit Spitzhacken und Presslufthammern anrücken um den riesigen, steinharten Block aus dem Kanal zu entfernen. Wie kann sowas passieren?

Wie bei uns wird mittlerweile bei fast jedem Toilettengang achtlos feuchtes Toilettenpapier im Klo runtergespült. Kommen dann noch Speisereste, Öl, Binden, Slipeinlagen etc. dazu, kann das die Kanalrohre schon einmal überlasten. Denn: Alles, was wir ins Klo schmeißen, müssen andere wieder rausfischen.

Die Umweltsünder

Feuchttücher, Öl, Speisereste, Binden und Männerunterhosen – ja, das alles findet sich auch im Wiener Abwasser, erzählt uns einer, der es wissen muss. Josef Gottschall, Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit bei Wien Kanal kennt das Motto der WienerInnen: „Aus den Augen aus dem Sinn.“ Er führt fast täglich Gruppen und Schulklassen durch den Wiener Untergrund um das Bewusstsein für die Arbeit, die hier täglich von KanalarbeiterInnen geleistet wird, zu schärfen und darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht egal ist, was man im Klo runterspült. Denn: Über die Toilette oder Abwasch entsorgter Müll belasten die Umwelt massiv. Dass uns so ein tonnenschwerer Klumpen aus Fett und Müll bisher erspart geblieben ist, verdanken wir den KanalarbeiterInnen die regelmäßig alle Abwasserkanäle von Gerümpel, Schutt und Tonnen von nicht biologisch abbaubaren Tüchern befreien. Denn besonders die werden zunehmend zum Problem.

Auf fast jedem feuchten Toilettenpapier steht „nicht mehr als 3 pro Spühlgang verwenden“. Warum? Weil sich die Tücher eben nicht abbauen und zersetzen wie normales Klopapier, sondern genauso wie wir sie runterspülen in der Kanalisation schwimmen. Die zum Teil für die Umwelt schädlichen Lotionen und Öle, in die die Tücher getränkt sind, kommen ins Abwasser und das reißfeste, synthetische Papier vestopft die Kläranlage. Die Folge: Umweltschäden und Kosten für alle.

Die gute Nachricht: Es gibt eine Alternative

Das steirische Unternehmerpaar Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger hat einen Schaum entwickelt, der jedes Klopapier zum feuchten Toilettenpapier macht. Mit ihrer Firma Ringana sind sie mittlerweile der größte Kosmetikhersteller in Österreich - und das obwohl oder gerade weil sie in ihrem Werk in der Steiermark frische, umweltfreundliche und 100% biologische Produkte herstellen. So auch der neue Reinigungsschaum für das Klo. Er belastet die Umwelt nicht, weil keine giftigen Stoffe ins Abwasser kommen und man kann damit komplett auf Feuchttücher verzichten. Sanft zur Intimzone ist er außerdem.

Ringana Reinigungsschaum im Test

Ringana Stay Fresh

Wir haben den Schaum freilich auch gleich auf die Probe gestellt. Eine derart einfache und umweltfreundliche Alternative zum feuchten Toilettenpapier klingt schließlich fast zu gut, um wahr zu sein. Das Fläschchen ist mit 50ml klein, aber handlich. Laut den ErfinderInnen soll der Schaum auch in die Handtasche passen und ins Flugzeug mitgenommen werden können. Macht Sinn. Beim ersten Toilettengang sind wir noch skeptisch. Kann das funktionieren, ohne, dass das Klopapier sofort durchnässt ist und sich bei Reibung auflöst? Es kann. Durch eine speziell entwickelte Pumpe ist die Oberfläche des Schaums stabil, sodass die Feuchtigkeit das normale Toilettenpapier nicht gleich auflöst und genügend Zeit für die Reinigung bleibt. Durch hautpflegende Inhaltsstoffe fühlt sich der Intimbereich nach der Anwendung sauber und gepflegt an.

Fazit: Absolut top und eine echte Alternative zu den Tüchern. Ein Fläschchen hält 110 Pumpstöße lang und steht demnächst bei uns auf jedem Klo.

Der Ringana FRESH stay fresh Pflege- & Reinigungsschaum kostet € 8,90 für 50ml. Online unter ringana.com

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