Studie: Ab wann wird aus einem Flirt eine Beziehung?

Erster Kuss, die Eltern kennenlernen oder Schlüssel austauschen: Eine Studie hat herausgefunden, ab wann für die meisten Menschen aus einem Gspusi was Ernstes wird.

Paar an einem See

"Wos is jetzt? Seid’s jetzt fix z’samm?" fragen neugierige (read: nervige) Freund*innen gern, wenn man doch eigentlich grad gar nicht drüber nachdenken will und lieber nur das Verliebtsein und Anbahnen eine Romanze genießen mag. Obwohl: Irgendwie hätte man schon selbst auch gern eine Antwort auf die Frage, aber das kann man natürlich so nicht zugeben. Dieses "Was ist das jetzt eigentlich mit uns?"-Gespräch ist schon unangenehm, wenn man nur drüber nachdenkt. Das wirkt so unentspannt, mag man dann denken. Lieber ganz auf lässig keine Labels auf Beziehungen kleben – wenn’s was Fixes ist, spürt man das eh, redet man sich dann ein. Aber: Dass wir alle ganz unterschiedliche Signale als Start einer Beziehung wahrnehmen, zeigt eine aktuelle Studie von ElitePartner.

Ab wann ist es was Exklusives?

Die Online-Partnervermittlung hat im Rahmen einer Studie 4.056 Singles und Liierte befragt, was denn nun der Auslöser für eine exklusive Beziehung ist. 10 Prozent waren hier der Meinung, dass Küssen und Händchenhalten bereits Indikatoren für eine Beziehung sind. Nur bei der Frage nach der Exklusivität scheiden sich die Geister – bzw. die Geschlechter: Wenn beide niemand anderen mehr daten, ist das für ein Drittel aller Frauen die (stillschweigende) Vereinbarung zu einer exklusiven Beziehung. Bei Männern sehen das weniger als ein Viertel so.

"Ich liebe dich" für Jüngere wichtiger

Auch die berühmten drei Worte sind laut Studie kein Anlass für den Wechsel des Beziehungs-Status. Nur ein Viertel aller Frauen und rund ein Drittel der Männer sehen das Aussprechen von "Ich liebe dich" als ein Indiz einer Beziehung. Was die Befragung auch zeigt: Die drei Worte sind für Personen unter 30 wesentlich bedeutender als bei jenen über 30.

Kennenlernen der Schwiegereltern als Start einer Beziehung

So richtig ernst ist eine Beziehung für den Großteil der Befragten dann, wenn man die Eltern des*der Anderen kennenlernt. Das sehen 35 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer als den Start einer exklusiven Beziehung. Ein weiteres eindeutiges Signal für eine feste Beziehung ist für den Großteil der Proband*innen auch, wenn man ganz selbstverständlich Zeit miteinander verbringt, ohne sich kompliziert verabreden zu müssen – ganz besonders dann, wenn man Wohnungsschlüssel austauscht.

Start der Beziehung als Gefühl

Trotz aller Signale und Indikatoren für einen Beziehungsstart ist sich die Hälfte der Befragten sicher, dass man es ohnehin spürt, wenn eine Beziehung ernst wird. Laut Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner kann das Hören auf die eigene Intuition allerdings auch zur Gefahr werden: "Beim Kennenlernen auf die eigene Intuition zu hören, ist in vielen Fällen eine gute Entscheidung: Unbewusst nehmen wir eine Vielzahl von Signalen wahr, die meist zu einer richtigen Einschätzung führen. Andererseits kann das eigene Wunschbild dieses Gespür beeinflussen. Es besteht die Gefahr der Wahrnehmungsverzerrung, also die Signale des Gegenübers verbindlicher zu interpretieren, als sie gemeint sind." Um Verletzungen und Herzschmerz zu vermeiden, hilft also nach wie vor nur eines: Drüber reden und ganz offen fragen: "Heast, was is‘ das jetzt eigentlich mit uns?"

 

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