Corona: Die 5 nervigsten Social-Media-Typen

Wir können uns gar nicht entscheiden, was wir schlimmer finden: Die selbst ernannten Virolog*innen oder die Superproduktiven, die mittlerweile das vierte Instrument und die siebente Sprache lernen. Uff.

Mit dem ständigen Checken von Insta & Co. ist es ja ein bisserl wie mit dem viertelstündlichen Gang zum Kühlschrank: Man schaut halt wieder mal durch, ob man vielleicht was Gutes findet. Aber wir müssen dir leider sagen: Du wirst wahrscheinlich nix finden. Die Corona-Isolation macht die Menschen auf Social Media nämlich noch anstrengender als sonst schon. Hier ein Best of der digitalen Nervensägen:

1. Die ein bisserl peinliche Person, die gerade TikTok entdeckt

Das ist jene Person, bei deren Instastory du immer ganz schnell weiterwischst, weil es so cringeworthy und körperlich unangenehm ist anzuschauen, wie die Person gerade die App TikTok für sich entdeckt und vor der Kamera herumhoppst. Ja, eh verständlich, dass sich viele User*innen gerade aus Langeweile an neuen Spielereien versuchen (die durchschnittliche Nutzungsdauer auf TikTok ist von Februar auf März um 27 Prozent gestiegen!), aber bleibt’s halt bei Quizduell oder Sudoku oder so vielleicht?

Spaß beiseite: Natürlich soll jede*r tun, was in der Situation gut tut und für Herumtanzen gibt’s natürlich keine Regeln! (Psst: Du kannst sonst User*innen einfach stumm schalten bis Corona vorbei ist)

2. Die superreichen Celebrities

"Lasst uns zusammenhalten. Wenn ich Zuhause bleiben kann, könnt ihr das auch", sagen sie. Und eh super, dass viele Celebrities mit gutem Beispiel vorangehen, aber oida: Ein bisserl g'frotzelt kommt man sich da schon vor, oder? Es ist halt was Anderes, ob man in einer 2-Zimmer-Wohnung aufeinander hockt oder 17 Schlafzimmer, 13 Bäder, Pool, Sauna & Co. daheim hat.

3. Die*der selbsternannte Virolog*in

Wir dachten ja, wir würden auf Instagram nur Bekannten, Freund*innen und Blogger*innen folgen, aber turns out, dass viele von ihnen Virolog*innen sind. Das zeigt sich daran, dass sie zu allen von der Regierung festgelegten Maßnahmen eine sehr ~elaborierte~ Meinung haben, selbst natürlich alles besser machen würden und gerne Links zu schwindligen YouTube-Videos teilen.

4. Die*der Fitness-Influencer*in

Erkennt man an Hashtags wie #noexcuses und mindestens einer Live-Sportsession pro Tag. Das ist ja eh alles fein und ganz toll, dass viele nun gratis Home-Workout-Sessions anbieten aber herrgottnochmal, hört’s auf mit den Markierungen für irgendwelche Push-Up-Challenges.

5. Diese eine superproduktive Person, die gerade ihre ~Projekt~ startet

Und dann gibt es noch diese eine Person, die wohl alle gerade in verschiedenen Ausführungen ins Feed gespült bekommen: Die Zeit der Isolation wird von manchen äußerst produktiv genutzt, bald können sie dann mehr verraten und "ihr Baby" endlich launchen, sagen sie. Aber für den klassischen Overachiever braucht’s nicht immer ein eigenes Projekt: In diese Kategorie fallen auch jene, die gerade dabei sind das siebzehnste Instrument und die achte Sprache zu lernen, während sie noch einen Online-Kurs rund um Programmieren belegen und ihre Handstand-Skills verbessern.

Lasst euch davon aber bloß kein schlechtes Gewissen vermitteln, denn: Wir müssen während einer globalen Pandemie gerade nicht produktiv sein. Es ist voll okay, "nur" drauf zu schauen, dass es dir gut geht – und das kann auch Nichtstun sein.

 

Aktuell