5 Tipps, wie Basilikum im Topf überlebt

Basilikum ist eine Diva. Im Supermarkt schaut er immer frisch und knackig aus, am zweiten Tag daheim verurteilt er stumm die nicht zufriedenstellenden Qualitäten deines grünen Daumens und stirbt. Wenn man das grüne Scheusal richtig pflegt, klappt es aber doch.

Es ist der Kreislauf eines ambitionierten Küchenplans: Lust auf Caprese haben. Frisches Basilikum im Topf kaufen. Sich dem Traum der Möglichkeit täglicher Caprese- und/oder Pesto-Dinners hingeben. Das Basilikum stolz auf der Fensterbank platzieren. Sich freuen, wie schön das ausschaut. Sich sehr erwachsen fühlen. Dem Basilikum in den folgenden Tagen beim langsamen Tod zu schauen. Am eigenen Leben zweifeln. Traurig-totes Basilikum entsorgen. Schwören, ab jetzt nur noch Portionsgrößen frisches Basilikum für den sofortigen Verzehr zu kaufen. Lust auf Caprese haben. Frisches Basilikum im Topf kaufen... Man kennt das. Mit den fünf goldenen Regeln für einen glücklichen Basilikumstrauch kann man sich selbst, dem Kräutergarten und der Welt beweisen, dass man das Leben doch irgendwie verstanden hat. Viel Glück!

 

5 Tipps für glückliches Basilikum im Topf

1. Basilikum umtopfen und aufteilen

Die Basilkumtöpfchen sind dicht bepflanzt. Das schaut hübsch aus, lässt den Pflänzchen aber zu wenig Platz zum Gedeihen. Besser in einen größeren Topf umpflanzen oder auf drei bis vier kleiner Töpfchen aufteilen. So kann das Basilikum wachsen und man selbst noch öfter Pesto essen.

 

Basilikum im Topf

2. Ein schönes Platzerl finden

Alle Küchenkräuter sind nicht so wahnsinnig gerne drinnen, wenn möglich das Basilikum also nach draußen stellen. Die Fensterbank tut es aber auch, solange das Basilikum dort genügend Licht bekommt. Das Kraut ist ein Lichtkeimer und braucht viel Sonne und Wärme

3. Richtig ernten!

Mal salopp ein Blatterl abzupfen und aufs Avocadoblatt platzieren, weil das schön und gut ist? Nix da. Basilkum zupft man nicht, man schneidet. Und zwar mit einer Gartenschere und gleich ganze Triebspitzen, knapp über jungen Blättchen. So können neue Ästchen austreiben, das Basilikum wird buschiger und blüht auch nicht. Blühendes Basilikum verliert sein intensives Aroma und dann schmeckt das selbstgemachte Pesto fad.

 

Basilikum

 

4. ... und regelmäßig ernten!

Klingt paradox, aber je regelmäßiger geerntet wird, desto länger lebt der Basilikumstrauch. An den Schnittstellen wächst das Kraut nach, die Blüte wird verhindert und man hat einen buschigen Strauch. Am besten erntet man morgens oder kurz nach dem Gießen. Die Ernte kann auch problemlos eingefroren werden, die Blätter verlieren so aber ihre knackige Konsistenz. Zum Weiterverarbeiten ist das aber kein Problem.

5. Nicht auf das Gießen vergessen

Es ist ein Mittelweg: Basilikum sollte keinesfalls vertrocknen, mag aber überhaupt keine Staunässe und neigt in solchen Fällen auch gern zu Schimmel. Am besten täglich Gießen, dafür aber stets nur ein Schluckerl. Vor dem Gießen immer prüfen, ob die Erde noch feucht ist. Falls ja, dann etwas weniger gießen.

 

Kräuter auf der Fensterbank

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