5 Dinge, die man vor einem Trip nach Südkorea unbedingt wissen sollte

Südkorea ist noch ein Exot unter den Reisedestinationen. WIENERIN-Autorin Martina Parker war vor Ort und meint: das sollte sich ganz schnell ändern.

1. Warum Südkorea?

Tradition und Moderne, Trends und Tempel, Meer und Berge: Korea hat Gästen viel zu bieten, ist aber noch kaum auf dem Reiseradar westlicher TouristInnen. Woran das liegt? Vermutlich an falschen Denkmustern: Bei Japan denken EuropäerInnen an Kirschblüten, bei Korea an Krieg. Dabei ist Südkorea das zweit­sicherste Land der Welt – und die Kirschbäume blühen hier auch.

2. Was tun, wenn man dort ist?

Besuchen Sie die zahlreichen Museen, historischen Tempel und Paläste oder spazieren Sie durch die alten Hanok-Viertel. Wer moderne Architektur liebt, macht einen Abstecher zur Dong­daemun Design Plaza (DDP). Hier findet auch zweimal jährlich die Seoul Fashion Week statt.

3. Bett und Tisch

Minbak sind private Familiengäste­häuser, Yeogwan Gasthöfe. Hotelketten wie z. B. Novotel sind gut vertreten. In vielen Restaurants wird jeweils nur ein Gericht angeboten, das dann aber mit vielen Beilagen serviert wird. Als Einstieg in die koreanische Küche wählt man am besten Korean BBQ und Bibimbap, eine Art Gemüse-Reisschale.

4. Die besten Bauty-Hotspots

Baden in Zypressenspänen
Gegen Hautkrankheiten aller Art pilgern KoreanerInnen gerne ins Pyeonbaeksoop Healingtopia außerhalb von Seoul. Das Signature-Treatment ähnelt einem Warmbeet beim Gärtnern: In einen Holzbottich kommen Sägespäne von Zypressenholz und ­gemahlene Reiskornschalen, darüber wird Wasser gegossen. Die Mischung beginnt, wie Kompost zu gären, entwickelt Hitze und wertvolle Enzyme. Die PatientInnen ­werden darin eingegraben und dürfen 20 Minuten in der warmen Mischung dösen. Das Treatment ist nicht nur unglaublich entspannend, sondern auch äußerst wirksam bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis

Übernachten in der Sauna
Jjimjilbang sind Badehäuser mit Sauna, die rund um die Uhr geöffnet haben. Bevor man diese Wellnesstempel betritt, bekommt man eine Art kurzen Pyjama in die Hände gedrückt. So bekleidet nützen Frauen, Männer und Kinder gemeinsam die verschiedenen Wärmekammern oder relaxen zwischendurch in Schlafkojen, in denen man sogar übernachten kann. Gebadet, gepeelt und gepflegt wird dann nach Geschlechtern getrennt im Nassbereich. Hilfreiche Bademeister und -meisterinnen verpassen einem auf Wunsch auch eine wohltuende Abreibung.
Tipp: Spa Land Centum City in Busan oder Cheongna Sparex in Incheon. Infos: english.visitmedicalkorea.com

suedkorea_Myeongdong_shopping-Beauty

Shoppen in Myeong-dong
Wer sich mit Vliesmasken und anderen koreanischen Beauty-Goodies eindecken will, muss unbedingt nach Myeong-dong. Dieses Viertel von Seoul gilt als „Times Square der Schönheit“. Am besten abends besuchen, wenn der Street-Food-Verkauf beginnt und die Reklamelichter der Shops bunt leuchten. Asiatische TouristInnen pilgern scharenweise hierher, daher bieten viele Beauty-Shops gleich in jeder Straße eine Filiale an. Die aktuellen Bestseller: Masken mit Schneckenschleim, Make-up für Männer und Haarfarbe in Wackelpuddingform.

High-End-Kosmetik mit Ginseng
Die koreanische High-End-Marke Sulwhasoo verbindet einheimische Heilkräuter mit traditionellen koreanischen Methoden. Ginseng ist ein Hauptwirkstoff. Der mondäne Flagship-Store im Seouler Nobelviertel Gangnam-gu bietet auch ganz tolle Behandlungen. 

Gyeongbokgung Palast Südkorea

5. Zeitreisen mit dem Hochgeschwindigkeitszug

Korean Airlines fliegt sechsmal die Woche von Wien nach Seoul. Wer dort den Königspalast Gyeongbokgung besucht, erfährt viel über die koreanische Geschichte. Selbe Stadt, andere Zeit: Im Fashion District über die Dongdaemun Design Plaza spazieren, die die Handschrift von Stararchitektin Zaha Hadid trägt. Pfeilschnell geht es danach mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Busan.

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