Wohnungssuche

Die perfekte erste Wohnung ist so leicht zu finden wie ein guter Parkplatz in der Stadt oder Schuhe in Größe 39 im Ausverkauf. Damit die Suche nach den ersten eigenen vier Wänden nicht zur geldfressenden Mission Impossible wird, verraten wir Ihnen ein paar Kniffe, mit denen Sie die Nase garantiert vorne haben!

- Rechtzeitig starten. Bei der ersten Wohnung unterschätzt man, wie lange die Suche dauern kann. Deshalb gilt: Schneller sein als die anderen. Wer im Wintersemester ein Studium beginnt, kann Nebenbuhler ausstechen, indem er die Ende des Sommersemesters startet, denn da ziehen viele Höhersemestrige aus. Unter 30-Jährige haben gute Chancen, an eine günstige Gemeindewohnung zu kommen. Rechtzeitig beim Amt vormerken lassen!

- Kontakte nutzen. Funktioniert immer: Familie, Freunde und Bekannte aktivieren. Es gibt immer jemanden im Bekanntenkreis, der über fünf Ecken jemanden kennt, der seine Wohnung loswerden oder untervermieten will. Über die Netzwerk-Variante sind schon viele an Wohnungen gekommen!

- Wohnungssuche 2.0. Im Immobilienteil der Zeitung suchen war gestern. Der Wohnungsmarkt hat sich vom Papier in die virtuelle Welt verlagert. Am besten fährt man zweigleisig: Eine Suchanzeige schalten (die man immer wieder aktualisiert, damit sie ganz oben steht) und mehrere Online-Wohnungsbörsen im Auge behalten. Vertrauenswürdig haben sich laut Peter Erlebach, dem Geschäftsführer von wohnnet.at, folgende erwiesen: willhaben.at, immobilien.at, immodirekt.at, wohnnet.at und flohmarkt.at. Haben Sie ein Angebot entdeckt und einen Besichtigungstermin, zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite. Eine Wohnungsbesichtigung ist nämlich nichts anderes als ein Vorstellungsgespräch. Den Vermieter interessiert es nicht, ob Sie das Herz auf dem rechten Fleck habent, sondern nur, dass er seine Miete pünktlich bekommt. Deshalb: Ordentlich anziehen und Lohnzettel mitbringen.

- Wilde Gemeinschaft. Der Castingcharakter bei der WG-ist unbestreitbar. „Was hast du für Hobbys? Wie lange brauchst du im Bad?" Im schlimmsten Fall muss man sich selbst zeichnen oder einen Fragebogen ausfüllen. Hier gilt: Bleiben Sie immer Sie selbst! Sie müssen weder damit beeindrucken, dass Sie neben der Uni im Cirque du Soleil turnen, noch dass Sie ein Faible für Staubsaugen haben. Ihre Mitbewohner werden Sie sowieso bald in der Jogginghose Briefmarken ordnen sehen. Trotzdem zählt der erste Eindruck. Wenn Sie sich selbst bereits in der Wohnung frühstücken sehen und Ihnen Ihr Gegenüber sympathisch ist, sprechen Sie Ihre Begeisterung ruhig aus. Wirken Sie dabei aber so, als könnten Sie die Miete zahlen (was Sie im Idealfall auch können). Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl - eine WG kann der Startschuss zu lebenslanger Freundschaft sein oder die Vorhölle auf 50 m². Eine Schnittmenge an geteilten Einstellungen und Interessen ist ein unbedingtes Muss!

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Statt Festbeleuchtung das Licht nur da einschalten, wo Sie sind.

Mit Energiesparlampen sparen Sie bei jeder Lichtquelle 60 Euro/Jahr.

Waschmaschine und Geschirrspüler an einen Warmwasseranschluss anschließen.
Die Heizung in wenig genutzten Räumen auf Sparflamme schalten.

Kochen ohne Deckel benötigt 3-mal mehr Energie.

Nachwärme nutzen: Schalten Sie den Herd 5–10 Minuten früher aus.

Backen ohne Vorheizen spart rund 20 Prozent Energie.

Wasser im Wasserkocher erhitzen – geht viel schneller als auf der Kochplatte.

- Das liebe Geld. Wer nicht statt Unterhosen Geld wäscht, sollte sich mithilfe eines Budgetplans eine Übersicht über seine Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Als Faustregel gilt: Miete und Betriebskosten (z. B. Wasser, Heizung, Müllabfuhr) sollen maximal ein Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Außerdem muss man sich überlegen, ob man Alt- oder Neubau bevorzugt. In Neubauten fallen niedrigere Energiekosten an, dafür sind Mieten in Altbauten oft günstiger.

- Finanzspritze, bitte! Miete, Öffis, Lebensmittel, Studium - klar, dass da bei jungen Leuten das Budget knapp wird. Personen mit niedrigemEinkommen können daher Wohnbeihilfe beantragen. Und zwar egal, ob die Wohnung gefördert ist oder privat vermietet wird. Antragsformulare gibt's auf der Homepage des jeweiligen Bundeslandes.

- Die Einrichtung. Schöne Möbel gibt's nicht nur bei Ikea und Co. Auf dem Flohmarkt, in der Garage des Onkels oder beim Sperrmüll warten oft wahre Schmuckstücke auf eine Renaissance. Oft reichen Schleifpapier, Lack und Farbe, um aus einem ausrangierten Teil ein selbstgemachtes Designerstück zu zaubern. Vor allem: Lassen Sie die Wohnung Stück für wachsen. Was Sie am Anfang brauchen: ein Bett, einen Kleiderschrank, eine Küche, Tisch und Sessel zum Arbeiten und Essen. Der Rest kann erst mal warten.

- Auf Nummer sicher. Klingt zwar nach Omas Panikmache, aber Sie sollten unbedingt eine eigene Haushaltsversicherung abschließen. Damit landen Sie nicht in der Schuldenfalle, wenn durch Feuer, Sturm, Hagel, Ein- oder Rohrbruch Schäden entstehen. Die Kosten für die Versicherung richten sich nach dem Wert Ihrer Schätze (Computer, Haushaltsgeräte etc.).

 

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