Wissenschaftlich bewiesen: Unsere Schwestern machen uns zu besseren Menschen

So sehr sie nerven, wenn sie sich zum x-ten Mal ungefragt unseren Lieblingspulli ausborgen ... Schwestern sind was ziemlich Tolles!

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Schwestern, große wie kleine, können einer den letzten Nerv rauben. Sind sie älter, finden sie einen ständig blöd, wissen alles besser und benützen uns als Sündenbock, sind sie jünger, plündern sie unseren Kleiderschrank und hängen an uns wie eine Klette. Dabei ist uns niemand so ähnlich und dabei so anders wie eine Schwester.

Definitiv eine Tatsache, deren wissenschaftliche Betrachtung einigen Aufschluss verspricht. Gesagt, getan: Unterschiedliche Studien haben gezeigt, dass es viele erwiesene Vorteile hat, eine Schwester zu haben (schwer zu glauben, wenn sie sich zum x-ten Mal ungefragt unseren Lieblingspulli ausleiht).

Hier kommen alle Gründe, warum es - wissenschaftlich erwiesen - großartig ist, eine Schwester zu haben.

Eine Schwester ist gut für deine geistige Gesundheit ...

Eine Studie, die 2010 im Journal of Family Psychology veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Schwestern ein echter Booster in Sachen psychischer Gesundheit und Selbstbewusstsein sind. Im Detail haben die WissenschafterInnen der Brigham Young University herausgefunden, dass Schwestern ihre Geschwister davor bewahren, sich "einsam, ungeliebt, schuldig, gehemmt und ängstlich" zu fühlen.

"Was wir wissen lässt annehmen, dass Schwestern eine Rolle dabei spielen, eine positive mentale Gesundheit zu etablieren", erzählt Alex Jensen, Assistenzprofessor an der School of Family Life der Brigham Young University und Autor der Studie über Geschwisterbeziehungen. "Später im Leben kümmern sie sich verstärkt darum, die Familie zum Beispiel nach dem Tod der Eltern zusammenzuhalten".

... und macht dich mitfühlender

Dieselbe Studie der Brigham Young University beweist, dass Schwestern dabei helfen, ein besserer Mensch zu sein: mitfühlend, Anteil nehmend, freundlich. Der Grund: Schwestern fördern altruistisches Verhalten, wenn sie selbst Liebe und Zuneigung zeigen. Die Stärke dieses Effekts ist sogar größer als bei liebenden elterlichen Beziehungen.

"Auch wenn in der Geschwisterbeziehung gestritten wird, solange es Zuneigung gibt, wird das Positive überwiegen", erklärt Studienautorin Laura Padilla-Walker. "Wenn Geschwister streiten, müssen sie ihre Emotionen regulieren. Das ist eine wichtige Eigenschaft fürs spätere Leben."

Eine Schwester hilft dir dabei, deine zwischenmenschlichen Fähigkeiten zu stärken

Denn sie bringt uns einiges über Konfliktlösungen, Empathie und das bereits erwähnte Mitgefühl bei. Eine ältere Schwester etwa bringt uns bei, schwierige Diskussionen zu meistern, eine jüngere, der wir in Unsicherheiten und Selbstzweifeln zur Seite stehen, lernt von uns Empathie und Fürsorge.

Kommunikationsexpertin? Danke, Schwester!

Untersuchungen haben herausgefunden, dass Männer, die mit Schwester aufgewachsen sind, besser mit Frauen im Allgemeinen kommunizieren können als jene, die nur mit Brüdern oder als Einzelkinder aufgewachsen sind (das gilt übrigens auch umgekehrt!).

Dank unserer Schwestern sind wir unabhängig und anspruchsvoll ...

Eine Umfrage aus dem Jahr 2009, durchgeführt von britischen PsychologInnen, hat gezeigt, dass Menschen, die mit mindestens einer Schwester aufgewachsen sind, entschlossener und unabhängiger waren als jene, die "nur" Brüder haben. Tony Cassidy, Co-Autor der Studie, meinte gegenüber der Daily Mail: "Es geht um diesen innerlichen Wunsch, besser zu sein, Ziele zu erreichen. Es sieht stark danach aus, als wäre es diese bestimmte Familiensituation mit mehreren Töchtern, die zu mehr Ermutigung führt, Dinge zu erreichen und selbstständig zu sein.

... und wissen, wie wir Balance erreichen

Dieselbe Umfrage der University of Ulster, die unter 571 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 17 und 25 durchgeführt wurde, ergab, dass Schwestern dabei helfen, innerlich ruhig und ausgeglichen zu sein.

Im Detail: Menschen mit mindestens einer Schwester waren besser im Umgang mit stressigen Problemstellungen und schwierigen Lebenssituationen. Insgesamt waren sie glücklicher und optimistischer. Der Grund dafür: das Ausdrücken von Gefühlen. Frauen würden mehrere Kommunikationskanäle dafür nützen, was sich letztlich positiv auf das gesamte emotionale Wohlbefinden auswirke. Schwestern in Familie würden das fördern, erklärt Studienautor Cassidy.

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