Diese 3 Faktoren sorgen für schlechte Haut - ohne, dass Sie es wissen!

Wir haben gelernt, uns vor der Sonne zu schützen, und haben mit dem Rauchen aufgehört. Doch da draußen lauern neue Stressfaktoren und Gefahren, die uns vorzeitig altern lassen. So wirken Sie Ihnen entgegen!

Hautfeind Nummer 1: Chemie im Essen

Unser täglich Brot (und nicht nur das) steckt voller Chemie. Allein beim morgendlichen Genuss von handelsüblichem Brot nimmt man pro Jahr bis zu einem Kilo an chemischen Zusatzstoffen zu sich – wie etwa künstliche Backtreibmittel, Konsistenzgeber, Konservierungsstoffe oder Antischimmelmittel. Nicht alle diese Zusatzstoffe sind gesundheitsgefährlich, viele können aber Allergien auslösen und begünstigen entzündliche Prozesse im Körper, die die Zellen und auch die Haut schädigen.

Um dem vorzubeugen, setzen viele Gesundheitsapostel auf sogenannte Superfoods. Dahinter verbergen sich oft exotisch klingende Beeren, Samen und Algen mit einem besonders hohen Gehalt an Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralien. Generell ist nichts dagegen einzuwenden. Allerdings finden sich die Wirkstoffe von Goji-, Maqui- oder Acaibeeren auch in heimischen Heidel-, Him- und Brombeeren. Und die belasten den Geldbeutel und die Umwelt weit weniger, weil sie nicht erst um die halbe Welt gekarrt werden. Und statt der gerade mega angesagten Chiasamen sind zum Beispiel Leinsamen, Rapsöl, Nüsse oder fetter Fisch wesentlich günstiger und viel schmackhafter, um uns mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen.

„Essen Sie einfach nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte“, bringt es Ernährungsforscher und Buchautor ­Michael Pollan auf den Punkt. Sein Rat folgt vor allem dem gesunden Menschenverstand und der Idee, dass am besten nur Lebensmittel auf dem Teller landen, die möglichst wenig industriell verarbeitet sind.

Auch Mediziner Dr. Andrew Weil sieht Superfoods eher als Modeerscheinung: „Ich bin da ein bisschen misstrauisch, wenn ständig neue Samen und Kerne als Wundermittel ange­priesen werden. Altbewährte Superfoods wie Lachs und Brokkoli funktionieren für mich nach wie vor ganz gut.“ Dr. Weil trinkt zudem täglich ein Gläschen Sanddornsaft, um seine Vitamin-C-­Depots aufzufüllen. Er favorisiert die sauren Beeren auch in seiner neuen Hautpflege. Grund: Sanddorn regeneriert die Haut, wirkt der natürlichen Hautalterung entgegen, desinfiziert und beugt Entzündungen vor. Daher werden Präparate mit Sanddorn auch bei Akne oder Neurodermitis zur Hautpflege empfohlen.

In Anti-Aging-Cremes ist Sanddornöl besonders beliebt, da es Gesichtsfältchen wieder „aufpolstert“ und die Haut wieder elastischer macht. Und sogar Pigmentflecken können bei regelmäßiger Anwendung verblassen.

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Auch Foun­dation schützt vor ­Umweltverschmutzung, weil die Puder- und Make-up-Partikel wie ein Schutzschild auf der Haut liegen.

Hautfeind Nummer 2: Feinstaub

Das Landleben zaubert rosige Bäckchen, in der Stadt lässt uns der Smog hingegen alt aussehen. Dieser subjektive Eindruck wurde jetzt in einer Düsseldorfer Studie bestätigt. Die Biologin Andrea Vierkötter belegte, dass ­Frauen im hoch belasteten Ruhrgebiet tatsächlich schneller ­altern als im ruralen Münsterland. In ihrer Untersuchung wiesen Frauen, die in ihrem Lebensraum einer erhöhten Luftschadstoffkonzentration ausgesetzt waren, 20 Prozent mehr Pigmentflecken im Gesicht auf als Frauen am Land. Grund: In Ballungsgebieten sind Menschen einer hohen Schadstoffkonzentration durch Dieselmotoren, Reifenabrieb und Heizungsanlagen ausgesetzt. Und diese Luftschadstoffe enthalten zigtausende toxische Elemente wie Blei, Aluminium, Dioxine und Quecksilber.


In den USA wird zudem Feinstaub 2.5 gerade heiß diskutiert. Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich ultra­feine Feinstaubpartikel, die kleiner als 2,5 Micrometer sind und damit maximal so groß wie Bakterien. Mit freiem Auge sind die Partikel nicht zu erkennen und von österreichischen Messsystemen werden sie noch gar nicht separat erfasst. Dabei schädigt Feinstaub 2.5 die oberen Atemwege und setzt sich auch in den Hautporen fest.


Erste Gegenmaßnahme gegen Feinstaub im Gesicht: eine gründliche Reinigung. Besonders empfehlenswert sind die neuen elektrischen Gesichtsbürstchen, die die Haut porentief säubern und in Tests auch von Feinstaub befreien. In Sachen Hautschutz setzt man am besten auf antioxidative Pflege, hohe Lichtschutzfaktoren und ­Seren gegen Pigmentflecken.


Gute News für die Zukunft: Viele Forscher arbeiten derzeit an schützenden Wirkstoffen, die genau an den Rezeptoren der Haut wirken sollen, an denen die Schadstoffe andocken. So könnte man den Alterungsvorgang künftig noch besser hinauszögern.


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Hautfeind Nummer 3: Digitale Überforderung

Smartphones sind ein Segen, aber auch ein Fluch. Denn die Möglichkeit, immer und überall Mails, SMS, Twitter-Tweets, WhatsApp-Nachrichten oder den Facebook-Account zu checken, wird schnell zur Sucht. Handyholics greifen im Minutentakt zum mobilen Telekommunikationsgerät. Und die Angewohnheit, mehrere Informationskanäle gleichzeitig zu nutzen, greift auch im Büro um sich. Dabei ist unser Gehirn im stressigen Joballtag sowieso schon mit Termindruck, Informationsflut und ständigen Unterbrechungen konfrontiert. Meist müssen wir mehrere Aufgaben zeitgleich erledigen und alles fordert die sofortige Aufmerksamkeit.

Von Mitarbeitern wird Multitasking regelrecht gefordert. Dabei ist unser Gehirn eigentlich auf Mono­tasking ausgelegt: Es reagiert auf die permanente Überforderung mit Fehlern, Gereiztheit und einem ständig erhöhten Stresspegel. Und den sieht man Ihnen an. „Der Spruch ,Die Haut ist der Spiegel unserer Seele‘ bewahrheitet sich immer stärker“, meint Ganzheitsmediziner Dr. Andrew Weil. „Forschungen bestätigen, dass negative Gefühle Stresshormone wie Cortisol freisetzen, die im Körper Entzündungsprozesse einleiten. Die Hautbarriere wird geschwächt, Umweltgifte schädigen die Haut.“ Und freie Radikale – das sind in der Luft herumschwirrende, aggressive Sauerstoffteilchen, die Äpfel faulen, Autos verrosten und die Haut verwelken lassen – haben leichtes Spiel.

Zum Glück bietet die Natur viele Wirkstoffe, die diesen Prozessen entgegenwirken. Als besonders wirksam haben sich Antioxidantien erwiesen. Sie sind Radikalfänger, die vor bleibenden Schäden bewahren können, weil sie flinker als andere Stoffe mit freien Radikalen reagieren und diese unwirksam machen, bevor sie die Zelle beschädigen. Zu den Antioxidantien zählen die Vitamine C, E und Beta-Carotin sowie sekundäre Pflanzenstoffe, die z. B. in Beeren, Blattgemüse und Pilzen stecken. Auch Mineralstoffe wie Kupfer und Zink sowie das Coenzym Q10 gehören dieser Gruppe an. Im Idealfall führt man Antioxidantien sowohl durch eine ausgewogene Ernährung als auch äußerlich über Pflegecremes zu.

Wichtig ist daneben auch das richtige Stressmanagement. Die Android-App Menthal unterstützt bei der Selbstkontrolle des digitalen Lebens. Im Job helfen fixe E-Mail-Zeiten und To-do-Listen Wichtiges von Dringendem zu unterscheiden. Suchen Sie sich außerdem eine Freizeitbeschäftigung, bei der Sie sich ganz auf eine Sache konzentrieren müssen – wie z. B. Yoga oder Gärtnern –, um dem Gehirn eine Auszeit zu ermöglichen.

Und das schnellste Anti-Stress-Mittel ist so einfach, das man oft darauf vergisst: „Atmen Sie in kritischen Situationen einfach zehnmal tief durch. Damit tun Sie schon viel für Ihre Gesundheit und Schönheit“, rät Dr. Andrew Weil.

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