Die Kraft des Selbstgesprächs

Selbstgespräche führen nur mental erkrankte Menschen, oder? Wir sagen nein! Denn die Kraft des Selbstgesprächs ist nicht zu unterschätzen - wie Sie dieses am besten für sich nutzen, erfahren Sie hier.

Immer wenn Gedanken durch unseren Kopf gehen, erscheint es uns wie eine Art Gespräch mit uns selbst. Diese Selbstgespräche können viele Formen annehmen, doch hier wird der Fokus auf gewollte Selbstgespräche gelenkt, die absolut nichts mit einer mentalen Krankheit gemein haben. Vielmehr geht es um Selbstgespräche, die jeder führt. Dabei kann man grob zwei Arten unterscheiden:

Positive Selbstgespräche

Selbstgespräche, die dazu führen, dass die Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Aufgabe konzentriert bleibt und nicht abschweift, sind positiv. Entweder motivieren einen diese Gespräche, z.B. Sätze wie 'Du schaffst das!', oder Sie haben den Sinn, dass man seine Aufmerksamkeit auf etwas lenkt und dies nicht aus den Augen lässt: 'Achte auf den Ball, sonst trifft er dich noch.' Solche Gedanken können das Selbstvertrauen, die Motivation, die Konzentration und damit die Leistung verbessern.

Negative Selbstgespräche

Negative Gedanken und Selbstgespräche sind kritisch und abwertend (z.B. "Hat das jetzt sein müssen? Wieso sagst du so etwas Dummes?"). Solche Selbstgespräche haben zwar mitunter auch eine positive Schutzfunktion, erzeugen aber häufig eher Angst und Selbstzweifel und verhindern dadurch gute Leistungen.

Wieso Selbstgespräche gut tun

  • Der Dialog mit sich selbst hilft ihnen, die eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren. Ablenkungen und Störgeräusche werden ausgeblendet. Er lässt ihre innere Welt lebendig werden.
  • Im Gegensatz zum lautlosen inneren Dialog bringen die ausgesprochenen Gedanken mehr Klarheit und können neue Ideen anstoßen. Hilfreich ist das etwa beim Lösen von Problemen: Kennen Sie das auch, dass Sie eine schwere mathematische Aufgabe nicht lösen können und sagen Sie laut vor sich hin bis Sie einen Lösungsansatz finden?
  • Durch das Sprechen mit sich selbst wird die Motivation gefördert, Herausforderungen bewältigen zu wollen.
  • Selbstgespräche können dabei helfen, sich selbst zu beruhigen, wenn man sich geärgert hat. Aggressionen und Wut werden schneller abgebaut, so dass die Selbstkontrolle schneller wiedererlangt wird.
  • Zwiegespräch mit sich selbst, ob in Gedanken oder ausgesprochen, helfen den Stress zu reduzieren. Die Gedanken, die einem gerade durch den Kopf schießen, zuzulassen und zu artikulieren, kann zur deutlichen Senkung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz beitragen.

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