Der Instagram-Account @grombre feiert graue Haare - zu Recht!

Warum glauben wir, graue Haare seien das Ende der Welt - oder zumindest der Jugend? Die 26-jährige Martha bekam ihr erstes graues Haare mit 12. Und will jetzt mit gängigen Schönheitsidealen brechen.

Sie kommen unweigerlich. Und manchen zufolge sind sie das Schlimmste, was vor allem Frauen passieren kann: graue Haare. Während Männer zu "sexy Silberfüchsen" werden, werden Frauen beim ersten Anzeichen eines grauen Haares genau eines, nämlich alt. Dass das Blödsinn ist, sagt einem an sich der Menschenverstand, in vielen von uns sitzt dieser Gedanke aber noch viel zu fest. 

Der Instagram-Account @grombre will das aufbrechen. Die 26-jährige Gründerin Martha Truslow Smith hatte genug davon, viel Geld und viele Stunden im Friseursalon zu lassen, nur um mit Haarfarbe aufrechtzuerhalten, wie eine 26-Jährige angeblich auszusehen hat - nämlich ohne graue Haare. Denn tatsächlich kommen die nicht erst mit 50, sondern in jedem Alter. Mal strähnenweise, mal quasi von heute auf morgen, mal als Einzelfall.

Auf ihrem Account erzählen Frauen unterschiedlichsten Alters und Herkunft, wann sie ihre ersten grauen Haare bekommen haben und wie sie sich damit fühlen - schön nämlich: "Ich war zwölf Jahre alt, als der Junge, in den ich verknallt war, mich auf mein erstes graues Haare angesprochen hat. Er wollte nichts Böses, aber ich bin zu Tode erschrocken. Seitdem habe ich Jahre damit verbracht, sie auszureißen oder zu färben. Seit vier Jahre lasse ich sie nun rauswachsen und finde sie toll. 26 Jahre alt und ich möchte es nicht anders haben", erzählt Userin @canastasia08. Mehr Fotos in der Slideshow.

Dem Online-Portal boredpanda.com erzählt Martha: "Ich wollte einen Dialog rund um das Thema Frauen und graue Haare anstoßen und ernsthafte Antworten auf meine Fragen finden: Ist es wahr, dass mich meine grauen Haare hässlich und älter machen und dass ich ihretwegen nicht mehr gut genug bin? Ich bin jetzt in meinen 20ern, was bedeutet das für meine 40er, 50er, 60er? Ich möchte aufbrechen, was wir warum als schön empfinden, und zeigen, dass wir unsere Zeit lieber mit anderen Dingen verbringen sollten als mit den Vorurteilen anderer." 

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