8 Dinge, die dir deine Leber verbieten würde

Dass ihr unsere Vorliebe für Gin Tonic und Fertigpizza nicht unbedingt gefällt, haben wir schon vermutet. Aber es gibt noch ein paar andere Dinge, die unsere Leber gar nicht mag.

Alkohol

Alkohol schädigt nicht nur die Leber, sondern auch den Magen-Darm-Trakt, unser Darm-Mikrobiom und andere Organe wie das Gehirn, die Bauchspeicheldrüse und das Herz. Außerdem hat Alkohol viele Kalorien – der Energiegehalt mit 7 Kilokalorien/Gramm ist fast so hoch wie Fett (9 Kilokalorien/Gramm) und ein 0,2 Liter-Glas Weißwein schlägt dann schon mit 138 Kilokalorien zu Buche. Um die Leber nicht zu schädigen, darf eine Frau nicht mehr als 10 Gramm Alkohol pro Tag trinken, das ist knapp 1/8 Liter Wein.

Männer dürfen ungefähr das Doppelte trinken, ohne die Leber zu schädigen.

Zucker

Zucker ist ein falscher Freund. Durch den hohen Zuckergehalt vieler industriell gefertigter Nahrungsmittel sind wir an diesen Geschmack gewöhnt und können regelrecht süchtig auf Zuckernachschub sein. Die Kalorien lagern sich dann gerne als Fett am Bauch und Po ab und auch die Leber kann verfetten. Die Fettleber ist eine zunehmende Zivilisationserkrankung, die fast 1/3 der Bevölkerung trifft. In manchen Fällen kommt es zu einer Leberentzündung und in weiterer Folge können Leberkrebs und Leberzirrhose entstehen.

Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion

Auch wenn die Werbung noch so verlockend ist – es gibt keine Pille, die das Fett dahinschmelzen lässt, ohne dass wir unsere Ernährung oder unsere körperliche Aktivität optimieren. Im besten Fall kosten Nahrungsergänzungsmittel nur Geld, im schlimmsten Fall können sie zu Leberschäden bis hin zum Leberversagen führen. Wenn eine Leberschädigung festgestellt wird, ist es vor allem wichtig, dass die behandelnden Ärzten darüber informiert werden, was genau eingenommen wurde und in welcher Menge. Nur durch genaue und ehrliche Angaben kann eine richtige Diagnose gestellt werden. Dieselben Überlegungen treffen auch auf Nahrungsergänzungsmittel zum Muskelaufbau zu.

Pflanzliche Heilmittel

Pflanzliche Heilmittel werden oft für milde, schwach wirksame Alternativen zu Medikamenten gehalten. Das stimmt aber nicht, denn pflanzliche Heilmittel enthalten hohe Wirkstoffkonzentrationen, die allerdings je nach Ernte schwanken können. Auch Verunreinigungen mit Spritz- und Düngemitteln können vorkommen. Auch hier ist Ehrlichkeit gegenüber den Leberspezialisten das Um und Auf, um mögliche Nebenwirkungen einordnen zu können.

Impfmüdigkeit

Man kann Hepatitis A und B durch eine Impfung verhindern. Hepatitis A wird zwar nicht chronisch, aber es kann Monate dauern, bis man wieder fit ist. Hepatitis B ist eine gefürchtete chronische Lebererkrankung, die derzeit zwar behandelt, aber nicht geheilt werden kann. Hepatitis B kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen.

Unsafer Sex

Hepatitis B und C können beim Sex übertragen werden. Daher immer Safer Sex praktizieren! Hepatitis B wird über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen, Hepatitis C nur über Blut. Neben Sex kann die Übertragung daher auch durch gemeinsames Verwenden von Hygieneartikeln wie Rasierern, Zahnbürsten oder Zahnseide zustande kommen. Normaler gesellschaftlicher Umgang inklusive Umarmen, Küsse auf die Wange und Essen vom selben Teller oder mit demselben Besteck sind nicht gefährlich.

Unkritischer Medikamentengebrauch

Antibiotika, weil man einen leichten Schnupfen hat, einen Magenschutz, weil man Samstagabend über die Stränge geschlagen hat: All diese Substanzen belasten die Leber und können im Extremfall zu Leberschäden führen. Auch bei rezeptfreien Schmerzmittel oder fiebersenkenden Arzneimitteln immer auf die Tageshöchstdosis achten und die Angaben zur maximalen Dauer der Einnahme achten.

Dr. Google fragen

Gerade im Bereich Lebergesundheit finden sich im Internet die abenteuerlichsten Empfehlungen. Und die Suche nach Erfahrungsberichten zu Leberschäden führt oft zu Panik, da im Internet die wildesten Geschichten kursieren. Lieber die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt fragen!

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