WIENERIN probiert's: Dauerwellen

Dauerwellen sind voll 1980er, aber die 80er sind jetzt Trend, daher gehen auch Dauerwellen wieder. Meinte zumindest WIENERIN-Redakteurin Eva. Sie überredete ihren Friseur, die Wickler auszupacken, und testete die Haarumformung.

So geht Dauerwelle

Bei einer Umformung, also dem chemischen Glätten oder Wellen, werden die Verbindungen in der Haarfaser ­mithilfe diverser Flüssigkeiten zuerst gelöst und dann in neuer Form fixiert. Bei Evas dichter Mähne dauerte das fast drei Stunden. Moderne Dauerwellen sind viel sanfter als früher, ­strapazieren Haar und Kopfhaut aber trotzdem ein bisschen. Nach sechs Monaten kann man den Ansatz „nachwickeln“ oder die Welle einfach rauswachsen lassen – sie wird mit der Zeit schwächer.

So sieht sie aus

Meine natürliche Haarstruktur ist schnürdlgrad. Und ganz nach dem Motto „Man will immer, was man nicht haben kann“ wollte auch ich immer schon Locken. Von einer Dauerwelle wurde mir aber immer von allen Seiten abgeraten. Jetzt wollte ich’s aber doch wissen. Sind ja nur Haare und wenn’s schirch wird, hab ich halt jeden Tag einen Knödl. Das hab ich mutig meinen Kolleginnen in der Sitzung mitgeteilt, als ich ein paar ängstliche Blicke geerntet habe.

Als es dann soweit war, und mein Friseur und ich nach drei Stunden des Wickelns und etwas high vom chemischen Dunst endlich fertig waren, war ich wieder einmal froh um meine schlechteste Eigenschaft: stur sein. Sonst würde ich jetzt nämlich nicht glücklich über meine Löckchen durch Wien spazieren. Es sieht super natürlich aus, ich wurde sogar schon des öfteren gefragt, ob ich meine Haare früher immer geglättet hätte. Und auch jetzt – fast vier Monate nach dem Termin – ist das Ergebnis noch genauso wie kurz danach.

Das Styling ist auch keine Hexerei: Lockenprodukte wie Schaumfestiger und Co. gibt’s überall im Überfluss. Meine zwei Lieblinge sind got2be Lockenmilch Kontrollfreak und Syoss Air Dry Curl (€ 3,95). Kämmen sollte man das Haar nur im nassen Zustand und für extra Volumen kopfüber mit Diffusor trocken föhnen. Das war’s! Frisuren halten jetzt besser, weil das Haar weniger rutscht. Es glänzt zwar weniger als vorher, aber das stört mich nicht. Geschädigt ist das Haar von der Welle kaum. Einzig und allein die schon davor blondierten Strähnen sind bisschen beleidigt von der zusätzlichen chemischen Belastung.

Friseur Sammy Husic von Le Friseur (9., Währinger Straße 61) war der Einzige, der sich an meinen Wunsch heran gewagt hat. Der Preis für die Dauerwelle richtet sich nach Haarlänge und -dichte (ab € 70,–). Meine Dauerwelle kam auf € 140,–.

Und jetzt lasst uns die 80er Jahre zurückholen! 

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