Vertragen Sie Getreide?

In unzähligen Nahrungsmitteln ist das Klebereiweiß, welches die sogenannte Glutenunverträglichkeit auslöst, enthalten. Oft gehen Glutenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz Hand in Hand, wodurch für mögliche Betroffene eine Diagnose schwieriger wird.

Was passiert bei Glutenunverträglichkeit?

Bei der sogenannten Glutenunverträglichkeit tritt durch das in vielen Getreidearten enthaltene Klebereiweiß eine Dünndarmentzündung auf, wodurch sich die Dünndarmschleimhaut zurückzieht. Medizinisch nennt man diesen Rückgang Zöliakie.

Symptome

Durch die Zöliakie verkleinert sich die im Dünndarm befindliche Schleimhaut - möglicherweise bis zum totalen Verlust. Somit kann der Dünndarm Nährstoffe und Flüssigkeiten nicht mehr aufnehmen und verarbeiten. Die Betroffenen leiden an Fettstühlen und Durchfall. Durch die mangelnde Nährstoffaufnahme kann es weiters zu Gewichtsverlust, Schwächeanfällen, Nachtblindheit, trockenen Augen, Knochenstoffwechselstörungen und erhöter Blutungsneigung kommen.

Die meisten Betroffenen sind Frauen, die wahrscheinlich von Kindheit an unentdeckt an Glutenunverträglichkeit litten. Die Unverträglichkeit hat von Mensch zu Mensch unterschiedliche Ausprägungen. Oft geht die Glutenunverträglichkeit Hand in Hand mit einer Laktoseintoleranz.

Wie diagnostiziert man Glutenunverträglichkeit?

Prinzipiell gilt bei häufigerem Auftreten der oben genannten Symptome, den Verdacht auf eine Unverträglichkeit bei einem Facharzt untersuchen zu lassen. Auch wenn mehrere Familienmitglieder betroffen sind, sollte man eine mögliche Unverträglichkeit testen.

Neben einer körperlichen Untersuchung, ob bereits eine Zöliakie vorliegt, gibt es Bluttests (auch als Selbsttest), die Antikörper und Autoantikörper des im Getreide enthaltenen Gliadin bestimmen.

Behandlung

Eine Diät, um die Beschwerden zu lindern bzw. verschwinden zu lassen, hat sich bisher als erfolgreiche Behandlungsmethode erwiesen. Bei Einhaltung dieser Diät baut sich die Dünndarmschleimhaut von 90 % der Patienten wieder auf.

Dies setzt voraus, sich mit seiner Ernährung genauer auseinandersetzen. Fertigbackmischungen sowie die Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel enthaltenen Lebensmittel müssen vom Ernährungsplan gestrichen werden. Auch in Fertiggerichten sind oft Gluten enthalten, daher ist es ratsam mit frischen biologischen Lebensmitteln selbst zu kochen. Gut sortierte Bäcker und Bio-Läden sowie Reformhäuser bieten ebenso zum Teil glutenfreie Lebensmittel an.

* Fettstuhl und Durchfall

* Trockene Augen

* Gewichtsverlust

* Blähungen

* Schwächeanfälle

* Kochenstoffwechselstörungen

* Nachtblindheit

* erhöhte Blutungsneigung
 

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