Editorial Lisa Staltner

Worte zum September: Zeit für Neuanfänge

Der September steht für Veränderung, Loslassen und Neuanfänge. Warum wir nicht alles festhalten müssen und was im Wandel entstehen kann.

2 Min.

© PressTheButton

Der Herbst ist bekanntlich die Jahreszeit des Wandels: Die Blätter werden bunt, die Tage kürzer, die Temperaturen kühler. Die Natur zeigt uns, was Veränderung bedeutet: Etwas darf sich verabschieden, damit etwas Neues entstehen kann. Vielleicht ist der September genau deshalb ein guter Moment, um auch bei uns selbst hinzuschauen: Was darf bleiben? Was darf gehen? Und wo sind wir längst bereit für ein neues Kapitel?

Auch unser Coverstar Bianca Schwarzjirg steht gerade an so einem Punkt. Nach 18 Jahren an ihrer Seite verabschiedet sich ihr langjähriger Café-Puls-Moderationspartner Florian Danner aus beruflichen Gründen in die USA (mehr dazu auf S. 8). Ein vertrautes Duo geht auseinander, ein neues entsteht. Es ist eine Veränderung, die zunächst einmal nach Abschied klingt, aber vor allem eines ist: ein Neuanfang.

Für mich ist das wohl eine der wichtigsten Lektionen, die uns Veränderungen lehren: Nicht alles, was endet, ist ein Verlust. Manche Dinge dürfen sich verändern, damit wir selbst weiterkommen. Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig suggeriert wird, wir müssten uns optimieren, neu erfinden, besser werden. Manchmal geht es aber gar nicht darum, jemand Neues zu werden, sondern vielmehr darum, herauszufinden, was wirklich noch zu uns gehört, und was wir eigentlich nur noch festhalten, weil wir Angst davor haben, was danach kommen könnte.

Aber wer sagt eigentlich, dass ein Neustart immer radikal sein muss? Manchmal ist er nur ein kleiner Schritt. Ein Nein, das wir uns früher nicht getraut hätten. Ein Ja zu etwas, das uns schon lange reizt. Ein Jobwechsel. Eine neue Liebe. Oder einfach die Entscheidung, uns nicht mehr ständig danach zu richten, was andere von uns erwarten. Der Herbst erinnert uns daran, dass Loslassen zum Leben gehört. Und dass darin auch etwas sehr Befreiendes liegen kann.

Veränderung bedeutet nämlich nicht, dass wir uns selbst verlieren. Sie bedeutet manchmal, dass wir uns erlauben, weiterzugehen. Also verabschieden wir den Sommer ruhig mit einem kleinen Seufzer, aber nehmen daraus mit, was uns glücklich macht und lassen los, was uns nicht mehr entspricht. In diesem Sinne: Auf zu New Beginnings!

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