Fakten über graue Haare, die ihr noch nicht wusstet

Wie verändern sich unsere Haare im Laufe der Zeit? Kommen wirklich drei neue, wenn man ein graues Haar ausreißt? Und warum werden wir überhaupt grau? Wir haben die Antworten.

Irgendwann trifft es fast jede/n von uns: Graues Haar! Wir haben Haar-Expertin Angelika Reichel von Kérastase gefragt, warum wir eigentlich grau werden.


Wir finden täglich Haare in unserer Bürste. Wo kommen die her?

Unser Haar wird circa zwei bis sechs Jahre alt, bevor es ausfällt – so lange dauert die Wachstumsphase im Follikel. Danach folgt die Übergangsphase mit circa zwei Wochen, dann die Ruhe- und Ausfallsphase von zwei bis sechs Monaten. 85 Prozent unserer Haare sind in der Wachstumsphase, nur ein Prozent im Übergang, 14 Prozent sind beim Ausfallen.

Verändert sich dieser Prozess mit dem Alter?

Die Wachstumsphase wird langsamer, die Haut und Kollagenschicht wird dünner. Das beeinflusst auch unsere Haarqualität. Unsere Kopfhaut ist die Verlängerung der Gesichtshaut: Genauso wie die Haut im Gesicht wird auch die Kopfhaut immer trockener. Der Stoffwechsel verändert sich, die Funktion der Talgdrüsen lässt nach und dem Haar fehlt es schon von innen heraus an Feuchtigkeit und Kollagen. Der fehlende natürliche Schutzmantel macht es spröder und borstiger.

Warum werden wir grau?

Irgendwann stellt unser Körper die Melaninproduktion, die für unsere Haarfarbe zuständig ist, ein und schickt statt Pigmentkörperchen nur noch „Luftblasen“ in die Haarwurzel. Das sieht dann grau oder weiß aus.

Kommen wirklich drei neue, wenn man ein graues Haar ausreißt?

Nein, aus einer Haarwurzel können ja nicht plötzlich drei neue entstehen. Aber weil das weiße Haar weniger elastisch ist, steht es beim Nachwachsen wie eine Antenne vom Kopf ab und fällt daher mehr auf.

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