Ed Westwick soll eine Frau zwei Tage lang eingesperrt und vergewaltigt haben

Der "Gossip Girl"-Star Ed Westwick wurde in einem Gerichtsverfahren zum vierten Mal innerhalb weniger Monate der Vergewaltigung beschuldigt.

Zwei Tage lang soll er sie eingesperrt und wiederholt vergewaltigt haben. In einem Gerichtsverfahren hat eine weitere Frau den Schauspieler Ed Westwick der sexuellen Gewalt beschuldigt.

Die 23-jährige Stylistin Haley Camille Freedman aus Los Angeles gibt an, Westwick habe sie im Sommer 2014 in seinem Haus mehrfach missbraucht. Der britischen Tageszeitung Daily Mail liegen die Gerichtsakten des Verfahrens vor.

Ed Westwick sei ein "abscheulicher Serien-Vergewaltiger"

Freedmans Anwälte bezeichnen Westwick als "abscheulichen Serien-Vergewaltiger" und "missbrauchenden, besessenen Alkoholiker". Freedman und Westwick sollen sich im am 5. August 2014 kennengelernt haben, der Schauspieler habe die junge Frau in sein Anwesen eingeladen, wo sie einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehabt hätten. Laut der Gerichtsakten sei Westwick plötzlich "gewalttätig und aggressiv" geworden, er habe sie dazu angewiesen, ihn zu würgen, zu schlagen und anzuspucken. "Als Freedmann ablehnte, hat er seine Hände um ihren Hals gelegt und sie gegen ihren Willen geschlagen und gewürgt", ist in den Akten zu lesen. Dann habe er sie anal vergewaltigt.

"Je mehr sie sich wehrte, desto erregter wurde er"

Als sie das Haus verlassen wollte, habe er ihr versprochen, sie zu ihrem Auto zu bringen. Stattdessen hätte er sie aber weiterhin sexuell bedrängt und vergewaltigt. Die Anwälte betonen, dass die junge Frau sich wiederholt gegen Westwicks Verhalten gewehrt hätte. "Je mehr sich Freedman weigerte, desto erregter wurde er", schreiben sie in den Anklageschriften. "[Er] bestand auf weiteren Geschlechtsverkehr, obwohl sie eindeutig zum Ausdruck brachte, dass sie keinen Sex mehr, sondern gehen wollte. Westwick ignorierte sie, zog sie aus und vergewaltigte sie."

So soll es zwei Tage lang weitergegangen sein. Westwick habe Freedman während der gesamten Zeit den Gebrauch eines Telefons oder des Internets verweigert. "Er hat bewusst Einschüchterungen und Bedrohungen genutzt, damit eine verängstigte Freedman sich nur im Bett, im Badezimmer oder am Balkon des Schlafzimmers aufhält. Das hat sie auch getan." Am 7. August habe er sie schließlich zu ihrem Auto gefahren.

Fünf Tage später suchte die junge Frau einen Gynäkologen auf, der laut der Akten "Blutergüsse, Blutungen, Schürfungen und eine Infektion im genitalen Bereich" feststellte.

Sie habe einer engen Freundin und deren Mutter von ihren Erlebnissen erzählt. Aus Angst vor den Reaktionen und einem Karriereeinbußen entschloss sich Freedman aber, nicht sofort zur Polizei zu gehen.

Geschäftspartner wandten sich vom Opfer ab

Trotz der schwerwiegenden Vorwürfe der Anklage, ist Ed Westwick nicht der Beschuldigte im laufenden Gerichtsverfahren. Freedman verklagt ihre ehemaligen Geschäftspartner, die sie ausgeschlossen haben sollen, als sie die Vorwürfe gegen Westwick schlussendlich doch öffentlich machen wollte.

Wie TMZ berichtet, habe sie ein Interview gegeben, dessen Veröffentlichung Westwicks PR-Team verhindert habe. Außerdem soll er ihr mit einer Klage gedroht und behauptet haben, er könne vor Gericht beweisen, dass sie lüge.

Ed Westwick äußert sich nicht zu den Vorwürfen

In den letzten Monaten haben nun ingesamt vier Frauen Ed Westwick öffentlich als ihren Vergewaltiger bezeichnet. Schauspielerin Kristina Cohen hat ihre traumatischen Erlebnisse im November 2017 publik gemacht. Die ehemalige Schauspielerin Aurelie Wynn und die Produzentin Rachel Eck berichteten ebenfalls von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen. Das ermutigte Freedman, auch ihre Geschichte zu erzählen.

Westwick selbst hat sich zu den Anschuldigungen nur ein einziges Mal geäußert - mit einem Posting auf Instagram und den Worten: "Ich habe keiner Frau jemals sexuelle Gewalt angetan. Ich habe ganz bestimmt nie jemanden vergewaltigt."

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