Adele fordert mit mutiger Botschaft offenen Umgang mit postpartaler Depression

Die Sängerin teilte auf Twitter eine wichtige Botschaft über Depressionen nach der Geburt.

Sie war selbst von postpartaler Depression betroffen - jetzt will sie die Krankheit entstigmatisieren. Die Sängerin Adele ruft auf Twitter dazu auf, Depressionen nach der Geburt ernst zu nehmen und offen darüber zu sprechen.

Ihre beste Freundin Laura Dockrill leide seit der Geburt ihres Sohnes im Februar unter sogenannten Wochenbettdepressionen, twitterte die Sängerin. Die Zeit nach der Geburt sei für Dockrill "die größte Herausforderung ihres Lebens in mehr als einer Hinsicht" gewesen, schrieb Adele und erwähnte auf einen Blogeintrag, in dem die Freundin über ihre Erlebnisse und psychische Verfassung nach ihrer Geburt schreibt. Adeles Botschaft: 

Mamas, sprecht darüber wie ihr euch fühlt, denn in einigen Fällen könnte es euer Leben oder das einer anderen Person retten.

Adele

In einem Interview mit der "Vanity Fair" im Jahr 2016 verriet der 30-Jährige Weltstar: Sie habe nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2012 auch unter postpartalen Depressionen gelitten. Sie sei besessen gewesen von ihrem Baby - und habe sich zugleich der Aufgabe nicht gewachsen gefühlt. "Ich dachte, ich hätte die schlechteste Entscheidung meines Lebens getroffen", sagte sie damals.

Postpartale Depressionen werden oft unterschätzt. Aus enormen Scham- und Schuldgefühlen teilten allerdings auch viele Frauen ihre Depression nicht mit. Ein höheres Risiko zu erkranken haben nach Einschätzung der Fachleute Frauen, die schon einmal unter Stimmungserkrankungen gelitten haben oder in der Schwangerschaft ängstlich und depressiv waren. Auch Depressionen in der Familie können ein Faktor sein. 

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