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Hungrig auf Neues? Diese neuen Restaurants und Lokale in Wien sollte man im Juli 2026 unbedingt auf dem Genuss-Radar haben.
Partenope
Die besten Urlaubsmitbringsel passen selten in einen Koffer. Man nimmt sie eher als Geschmack, Geruch oder Erinnerung mit nach Hause. Im Partenope in Mariahilf geht es genau um solche Momente. Gaetano Brancato, geboren in Neapel und seit Jahren in der Wiener Gastronomie zu Hause, hat in der Aegidigasse nun sein eigenes Restaurant eröffnet. Auf der Karte steht vor allem das, was täglich aus Italien kommt: frischer Fisch, je nachdem, was das Meer gerade hergibt – Wolfsbarsch, Dorade, Drachenkopf. Mal in Salzkruste, mal in einer leichten Tomaten-Knoblauch-Sauce, mal ganz pur mit Amalfi-Zitrone. Dazu rund 200 Weine und genügend Gründe, noch ein bisschen sitzen zu bleiben. „Essen ist für uns immer auch Erinnerung und Emotion“, sagt Brancato. Über frischen Fisch, die Wärme des Südens und warum man im Partenope nicht einfach nur bestellt, spricht er im Interview.


Was macht für Sie ein wirklich gutes Fischgericht aus?
Gaetano Brancato: Ein wirklich gutes Fischgericht beginnt immer bei der Qualität der Zutaten – vor allem bei der Frische des Fisches. Wir arbeiten ausschließlich mit wild gefangenem Fisch aus Angelfang, der oft nur wenige Stunden nach dem Fang bei uns auf den Tisch kommt. Doch Qualität allein reicht nicht aus: Erst durch Technik, Erfahrung, Wissen und vor allem Leidenschaft entsteht ein Gericht, das Emotionen weckt und in Erinnerung bleibt.
Wien und Neapel sind ziemlich unterschiedliche Städte. Welche Stimmung aus Italien wollten Sie unbedingt ins Lokal mitnehmen?
Die Atmosphäre im Partenope soll den Menschen das Gefühl geben, für einen Abend in den Urlaub zu fahren – ganz ohne Reise. Es geht darum, den Moment bewusst zu erleben, den Alltag draußen zu lassen und sich vollkommen auf das Hier und Jetzt einzulassen. Dieses Gefühl möchten wir unseren Gästen mitgeben: Leichtigkeit, Genuss und die Wärme des Südens.
Wenn jemand zum ersten Mal ins Partenope kommt: Was sollte man unbedingt bestellen?
Zu uns kommt man nicht einfach nur zum Bestellen. Man kommt, um sich begleiten und überraschen zu lassen. Wir beraten unsere Gäste individuell und möchten ihnen etwas zeigen, das vielleicht verborgen war – in einer Küche, die man zu kennen glaubt. Mehr möchten wir gar nicht verraten. Nur so viel: Am Ende dreht sich alles um Fisch.
Aegidigasse 15, 1060 Wien
Instagram @partenope_vienna
Auch diese Restaurants und Lokale sind neu in Wien:
Café Maestra
Frühstück, Lunch, Nachmittagskaffee oder ein schneller Stopp zwischen zwei Terminen – das neue Café Maestra möchte sich nicht auf einen bestimmten Moment des Tages festlegen. Hinter dem Lokal im Q19 stehen Anna und Christoph Heinrich vom Beaulieu, die in Döbling auf eine Mischung aus Wiener Kaffeehaus, französischem Bistro und moderner Tagesküche setzen. Vom Croissant bis zum Cold Brew, von den Eggs Benedict bis zum Croque Monsieur ist alles dabei, was einen Tag ein bisschen besser machen kann.
Grinzinger Str. 112, 1190 Wien
Instagram @cafemaestrawien

Armandos
Wer schon länger im Zweiten unterwegs ist, wird die Adresse vermutlich kennen. Fast 30 Jahre lang war hier das Leopold zu Hause, jetzt zieht mit dem Armandos neues Leben in die Große Pfarrgasse ein. Vieles wirkt noch vertraut, auf den Tellern hat sich allerdings einiges verändert. Küchenchef Enes Irik kombiniert türkische und spanisch-lateinamerikanische Einflüsse zu Gerichten, die man so nicht jeden Tag sieht – von Croquetas mit Pastırma über Sigara Böreği und Gambas bis hin zu Oktopus mit Ají Amarillo. Oder man macht es so, wie die Karte selbst empfiehlt, und probiert von allem ein bisschen.
Große Pfarrgasse 11, 1020 Wien
Instagram @armandos.vie

Pescobar
Manche Food-Trends muss man zweimal lesen: Oktopus-Döner zum Beispiel. Genau den gibt es jetzt in Wien. Die Pescobar auf der Favoritenstraße bringt ein Konzept in die Stadt, das bereits in London und Karlsruhe für Aufmerksamkeit sorgt. Statt Fleisch dreht sich hier Oktopus am Spieß und kommt mit Gemüse und Aioli ins Fladenbrot. Dazu gibt es Hummer, Seafood-Platten und jede Menge Meeresfrüchte. Das Ganze versteht sich als „Fast Seafood“ statt als klassisches Streetfood. Ob das funktioniert? Die Warteschlangen in anderen Städten sprechen zumindest dafür.
Favoritenstraße 118, 1100 Wien
www.pescobaroctopus.com
