7 teure Sonnencremes, die jeden Cent wert sind

Was kann Luxus-SPF im Alltag so und fühlt sich teurer wirklich besser an? Wir haben uns geopfert und hochpreisigen Sonnenschutz für euch getestet.

WIENERIN testet: Hochpreisige Sonnencremes

Die Faustregel für gesunde Haut lautet: Lass den Sonnenschutz nicht weg! Nein, auch nicht wenn es bewölkt oder der Sommer verregnet ist oder du an einem grauen Wintertag glaubst, die Sonne kommt eh nie wieder zum Vorschein. Ohne Schutz kann UV-Strahlung unserer Haut ganz schön gefährlich werden. Sonnenbrände bemerken wir ganz akut, die frühzeitige Hautalterung tritt erst nach und nach auf. Die Haut verliert an Elastizität, das Bindegewebe ist geschädigt und Falten treten auf. Lässt sich aber ganz einfach vermeiden (oder sagen wir: rauszögern) mit täglichem Sonnenschutz. Das warum und wie oft hätten wir also geklärt, kommen wir jetzt zum: was draufschmieren?

Denn Sonnenschutzmittel gibt es inzwischen wie Sand am Meer (höhö!) und in allen Preiskategorien.Dass günstig alles andere als schlecht ist, beweisen Tests von Konsument*innenschutzeinrichtungen jedes Jahr (zum Beispiel hier >>>> Sonnencreme im Test: Günstige Marken schneiden auch heuer wieder am besten ab). Wir haben sieben höherpreisige Produkte getestet - und geschaut, ob die ihr Geld wirklich wert sind.

Sensai

Sensai - Cellular Protective Cream For Face (SPF 50+)

getestet von WIENERIN Redakteurin Magdalena

Seidig und federleicht soll die Textur sein, ohne weiße Rückstände rasch in die Haut einziehen und dabei noch intensiv Feuchtigkeit spenden. Der Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen ist laut Beilagentext so wirksam, dass das Produkt außerdem den Anzeichen von sonnenbedingter Hautalterung optimal entgegen wirkt. Scheinbar genau das richtige also für Leute wie mich, die das mit der Hautpflege eh nicht ganz so ernst nehmen und noch nie Augencreme verwendet haben (Please don't juge, liebe Kolleginnen aus der Beauty-Redaktion. Ich arbeite an mir, versprochen!)

Fazit:

Ich will ehrlich mit euch sein: Ja, man sollte Sonnencreme ohnehin jeden Tag verwenden und ganz gewissenhaft auch unter dem Make-up auftragen. Aber ganz ehrlich: Für mich ist die Hauptmotivation, Sonnencreme zu schmieren eigentlich der typische Sonnencreme-Duft - und der fehlt leider ein bisserl bei diesem Produkt. Die Creme riecht auf keinen Fall unangenehm, aber eben wie eine reguläre Hautcreme ziemlich neutral.

Aber: Das macht die feine Textur wieder gut, die fühlt sich auf der Haut nämlich tatsächlich federleicht an. Make-up könnte man ohne Probleme direkt nach dem Einschmieren auftragen, wenn man das mag und auch der Sprung in die Alte Donau tut dem langanhaltenden Sonnenschutz keinen Abbruch. Das Produkt hält trotz Schweiß (und Rosé-Ausdünstungen) nach sieben Stunden in der Sonne brutzeln pipifein. Auch meine Freundin und Rosé-Trinkkompanin, die eigentlich rasch zu Sonnenbrand neigt, hat die Creme probiert und schreibt mir am nächsten Morgen: "Wie geil ist diese Sonnencreme bitte? Ich hab' nichtmal ansatzweise einen Sonnenbrand!" Test mehr als bestanden, also!

(Pro-Tipp: Um den Geruchsfaktor auszugleichen gibt's mittlerweile Parfums, die nach Sonnencreme duften und ihr braucht das alle, trust me!)

Preis: ca. 99 Euro.

Advanced Brightening UV Defense Sunscreen SPF 50

Skin Ceuticals - Advanced Brightening UV Defense (LSF 50)

getestet von WIENERIN digital Redakteurin Davinia

Einen "strahlenden Teint" verspricht der Sonnenschutz von Skin Ceuticals. Dank Breitband-UVA- und UVB-Schutz soll die Creme außerdem Anzeichen lichtbedingter Hautalterung reduzieren und so Fältchen und feine Linien weniger sichtbar machen. Inhaltsstoffe wie Tranexamsäure und Niaciamide schützen die Haut vor entzündenden Reizfaktoren und mildern Pigmentflecken. Lichtreflektierendes Mica verleiht zusätzlich ein leuchtenderes und weiches Hautbild.

Fazit:

Beim ersten Auftragen ein kurzes Erschrecken, weil die Creme doch flüssiger ist als erwartet. Ansonsten ist alles sehr wunderbar: Sie zieht schnell ein, hinterlässt keinen weißen Film und hat einen sehr leichten, angenehmen Geruch, der auch schnell verfliegt. Tatsächlich habe ich nach dem Auftragen einen sanften Glow, der aber nicht zu übertrieben ist. Die Creme ist also perfekt für ohnehin gute Skin-Days, klappt aber auch als Grundierung für Make-Up und Concealer, wenn ein bloßer Glow nicht ausreicht zum Wohlfühlen. Ansonsten ist das Produkt gut verträglich, ich habe keine Unreinheiten bekommen und die Haut hat sich frisch und gut mit Feuchtigkeit versorgt angefühlt. Bei LSF 50 wird auch nichtmal das Nasenspitzerl rot.

Preis: ca. 44 Euro.

Sisley Phyto Hydra Teint

Sisley - Phyto-Hydra Teint Beautifying tinted Moisturizer (LSF 15)

getestet von WIENERIN digital Redakteurin Davinia

Keine Sonnencreme, aber ein getönter Moisturizer mit geringem Lichtschutzfaktor ist das neue Produkt von Sisley. Die getönte Formel soll der Haut Feuchtigkeit spenden und einen verfeinerten, leuchtenden Teint zaubern. Unregelmäßigkeiten werden kaschiert, die Haut soll sofort ebenmäßiger wirken und zusätzlich auch vor UV-Strahlung schützen. Eierlegende Wollmilchsau! Na dann!

Fazit:

Wahrscheinlich liegt es an mir, aber auch hier ist das Produkt flüssiger als ich erwartet hätte - und wesentlich ergiebiger! Hat man das mit der Dosierung heraus, lässt sich das zart duftende Produkt gut verteilen. Es deckt überraschend gut, besser als man das von getönten Cremes sonst gewohnt ist. Die Haut wirkt tatsächlich ebenmäßiger, ich schau dabei aber trotzdem noch ungeschminkt aus - im positiven Sinn! Unregelmäßigkeiten verschwinden nicht völlig, sind aber nicht mehr so sichtbar - der sanfte Glow tut sein Übriges. Der Effekt hält mehrere Stunden lang an, 24-Stunden-Coverage ist es aber keine - die kann man von einer getönten Feuchtigkeitscreme auch wirklich nicht erwarten. An einem wirklich sonnigen Sommertag wäre mir der LSF nicht hoch genug, für bewölkte Tage oder verregnete Sommer reicht es aber alle Mal. Der Moisturizer hat zwar einen stolzen Preis, verspricht aber, was er hält: Eine Feuchtigkeitscreme, die mich ein bisserl "schöner" macht.

Preis: ca. 92 Euro.

Face Fluid ultrasun

ultrasun - Face Fluid Brightening & Anti-Pollution (LSF 50+)

getestet von WIENERIN Social Media Redakteurin Gabriela

ultrasun Face Fluid Brightening & Anti-Pollution (LSF 50+) verspricht einen wasserfesten Bandbreitschutz vor Umwelteinflüssen und neben der UVA- und UVB-Strahlen auch blauem Licht (also Bildschirmen jeglicher Art, wir können aufatmen!). Die aufhellende Zusammenstellung soll gegen Sonnenflecken helfen und das Hautbild verebenmäßigen. Bonus: Die Creme kommt ohne Parfum aus und ist für Sonnenallergiker*innen geeignet.

Fazit:

Vorab: Meine Haut ist empfindlich. SEHR empfindlich. Ich muss normalerweise eine Sonnencreme nur schief anschauen und mein Gesicht ist voller schmerzhafter Pickel. Das Face Fluid hat mich aber bisher überzeugt: Das Auftragen ist mit der leichten Textur denkbar einfach, die Haut fühlt sich anschließend kühl an. Nach schon wenigen Sekunden mattiert sich die Creme und es bleibt kein weißer Schleier. Auch Make-Up ist kein Problem für das Produkt: Das Fluid verschmilzt mit Concealer und Puder - ganz ohne nervige Produktansammlung. Meine Haut fühlt sich auch nach andauernder Benutzung nicht gereizt an - immer wieder gern!

Preis: ca. 28 Euro.

Anthelios Shaka Fluid LSF 50+

La Roche - Posay Anthelios Shaka Fluid (LSF 50+)

getestet von WIENERIN Social Media Redakteurin Gabriela

Der Klassiker unter den „leichten“ Sonnencremes: La Roche-Posay empfielt das Shaka Fluid für alle, die unter Sonnenallergie leiden. Die wässrige Formulation soll als Mischung zwischen physischem und chemischen Sonnencreme optimal vor Strahlen aller Art schützen – ohne die Haut zu beschweren. Das Shaka Fluid LSF 50+ soll besonders wasserfest, schweißresistent und sandabweisend sein. Besonders gut: Die Sonnenprodukte von La Roche-Posay sind auf Korallenbleiche getestet, verursachen also beim Plantschen im Meer keinen Umweltschaden. The more you know!

Fazit:

Auch La Roche-Posay punktet mit einer leichten Textur, die das Verteilen schnell ermöglicht. Nach dem Auftragen verbleibt ein leichter weißer Schleier, der aber nach komplettem Einrieb nicht mehr stark zu sehen ist. Ich konnte eine leicht klebrige Konsistenz feststellen, die nach einem Kleiderwechsel auch an Textilabrieb festgehalten hat – die Haut braucht abends auf jeden Fall eine ordentliche Reinigung auf Ölbasis, um die Reste der Creme zu entfernen. Das zeigt aber auch, wie wasser-/schweißfest das Produkt ist. Die Creme überzeugt auch als Gesichtscreme für trockene Haut und ist reichhaltig. Ein Allrounder für den Urlaub am Meer!

Preis: ca. 18 Euro.

Shiseido

Shiseido - Expert Sun Protector Face Cream (SPF 30)

getestet von WIENERIN digital Redakteurin Luise

Die Shiseido Expert Sun Protector Cream (SPF 30) verspricht einen unsichtbaren Mehrfachschutz vor UV-Strahlen und Trockenheit. Durch die "einzigartige SynchroShield-Technologie" soll sich der Schutzfilm der Sonnencreme im Wasser und bei Hitze aktivieren. Ein Anteil von mehr als 50 Prozent hautpflegender Inhaltsstoffe soll für ein angenehmes Hautgefühl sorgen.

Fazit:

Die Creme lässt sich trotz der etwas dickflüssigen Konsistenz recht leicht verteilen und zieht relativ schnell ein. Ein weißer Film ist bereits nach kurzem Verreiben nicht mehr zu sehen. Auch sieht die Haut anschließend nicht ölig aus. Foundation und Concealer lassen sich über dem Sonnenschutz problemlos auftragen und klumpen nicht. Der Geruch der Creme ist relativ unauffällig und schon nach ein paar Minuten verschwunden. Alles in allem ein wirklich angenehmer Sonnenschutz für jeden Tag.

Preis: ca. 39 Euro

 

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