6 Geheimtipps, die deine Reise nach Kopenhagen unvergesslich machen

Unsere Redakteurin war am Wochenende in der dänischen Hauptstadt und hat jede Menge hilfreicher Tipps für euch im Gepäck.

Städtereisen können manchmal ganz schön kompliziert sein: Die Städte sind oft groß und unübersichtlich, das Öffi-System immer ein bisschen anders und an jeder Ecke lauern bereits die verkleideten Touristenjäger, um dich von ihrer völlig überteuerten Touri-Attraktion zu begeistern.

Damit dir das auf deiner nächsten Reise in die dänische Hauptstadt Kopenhagen auf keinen Fall passiert, haben wir die besten sechs Tipps für dich zusammengesucht (garantiert ohne Touristenfallen und Abzockerpreise!).

1. Buch dir ein AirBnB

Hotels sind (wie so ziemlich alles in Kopenhagen) extrem teuer. Unter €100 findet man nur schwer ein Zimmer mit Frühstück, schon gar nicht, wenn man an Ästhetik oder Lage hohe Ansprüche hat. Auf AirBnB sind die Preise zwar ebenfalls deutlich höher als in anderen Städten, mit ein bisschen Glück findet man aber ein Plätzchen, das gut gelegen und preiswert ist. Nicht nur die Preisersparnis spricht für die Buchung eines privaten Zimmers: Während man in Hotels oft wenig von dem Flair und der Architektur der Stadt-BewohnerInnen mitbekommt, ist das in einem AirBnB ganz anders. Knartschende Holzstufen, stuckverzierte Wände und hohe Altbaufenster sind in Kopenhagener Wohnungen keine Seltenheit. Gerade die DänInnen wissen außerdem ganz genau, wie man ein gemütliches und stylishes Eigenheim schafft - Stichwort "Hygge". 

 

Ein Beitrag geteilt von Airbnb (@airbnb) am

 

2. Mach bloß keine Canaltour*
*zumindest nicht die, die alle machen

Kanaltouren sind eine vergleichweise günstige Touristenattraktion (Kosten: ab €6), trotzdem kannst du dir das Geld dafür wirklich sparen. In einem riesigen Boot mit ca. 100 Leuten die ewig-gleichen Floskeln von Guides anzuhören hat ungefähr den gleichen Charme wie ein Trip mit einem Hop-On/Hop-Off-Bus.

Wer den Blick vom Wasser trotzdem nicht missen will, hat zum Glück viele andere Optionen in der dänischen Hauptstadt:

  • Das städtische Nahverkehrssystem führt Wasserbusse, die dich um den Preis eines Einzelfahrt-Öffitickets (ca. €3,70) zu den wichtigsten Punkten über's Wasser bringen. Eine Tour mit dem gelben Bus bringt dich von dem Touri-Hotspot Nyhavn direkt auf die andere Seite des Ufers zur Kopenhagener Oper, von dort aus geht es weiter nach Christianshavn, weiter zur kleinen Meerjungfrau und schließlich nach Reffen, dem neuen Street-Food-Hotspot von Kopenhagen (einige dieser Punkte werden von Kanaltouren gar nicht angefahren). 
  • Kennt man sich schon etwas besser auf den Wasserwegen aus, kann man sich auch gleich ein eigenes kleines Elektroboot mieten, mit dem man den Hafen und die Kanäle erkunden kann. Praktisch: Viele der Boote haben in der Mitte einen kleinen Tisch eingebaut auf dem man eine kleine Jause genießen kann. Hier findest du eine Auswahl der besten Boots-Vermietungen. 
  • Wer auf die Canaltour nicht verzichten möchte, sich aber ein exklusiveres und intimeres Erlebnis wünscht, sollte bei "Hey Captain" buchen. Die Tickets sind zwar um einiges teurer (ca. €23) als bei den klassischen Touren, dafür bekommt man einiges geboten: Die Touren werden von einer Gruppe an Freunden organisiert, keine Fahrt ist vorgegeben, sondern wird individuell mit den Gästen abgestimmt. Die Anzahl der Gäste ist auf max. 12 Personen beschränkt, oft sind es aber auch weniger, was die Fahrt zu einem sehr entspannten und gemütlichen Erlebnis macht. Obendrauf gibt es für die Gäste Rosé, Bier und Wasser an Board, die im Preis komplett inkludiert sind (es lohnt sich also wirklich!). 

 

 

3. Melde dich für eine Free-Walking-Tour an

Gratis Gehtouren, so genannte "Free Walking Tours", gibt es bereits in vielen Städten: Einheimische Kunst-/Architektur-/oder KulturkennerInnen führen bei den Touren TouristInnen aus aller Welt kostenlos durch die Stadt, als Gegenleistung erwarten die Guides eine freiwillige Spende, deren Höhe man selbst wählen kann. Die Touren in Kopenhagen haben online eine sehr gute Bewertung, deren Qualität sich auch im echten Leben voll bestätigt. Unser Guide, Jarod, ein Australier aus Melbourne, der seit acht Jahren in Kopenhagen lebt, führte uns drei Stunden lang sehr unterhaltsam durch die skandinavische Stadt. Nicht nur, dass wir während der Tour vieles über die Stadt lernten, das wir wohl in keinem noch so guten Reiseführer gefunden hätten, wir haben auch gleich die ganze Stadt und ihre Wege kennengelernt.

Idealerweise sollte man die Touren daher immer am Anfang seiner Reise buchen, dann kennt man sich in der Stadt gleich besser aus und kann einschätzen, welche Sehenswürdigkeiten sich wirklich lohnen besucht zu werden. 

 

4. Du musst einmal Smørrebrød und Cheesecake essen*
*aber niemals in Nyhavn!

Wenn es einen Tipp gibt, den man ständig und ununterbrochen von Einheimischen zu hören bekommt, dann, dass man niemals am Touristenhotspot Nyhavn (das ist dieser Hafen mit den bunten Häusern, Anm.) essen gehen sollte. Es ist überteuert, der Service ist schlecht und das Essen soll auch nicht gut sein. Davon abgesehen, kann man eigentlich überall in Kopenhagen gut essen gehen, es gibt eigentlich nur wenige Orte, an denen man nichts Schmackhaftes aufgetischt bekommt (aber Achtung: im Gegensatz zu Wien ist es trotzdem überall sehr teuer). 

Spitzen-Smørrebrød (reich belegtes Butterbrot, typisch dänisch!) gibt es zum Beispiel im Kanalcafeen bei Christiansborg oder im Færgecafé in Christianshavn (beide idyllisch am Kanal gelegen). Zu den Dessert-Lieblingen der DänInnen zählt der Cheesecake, den man zumindest einmal gegessen haben sollte, wenn man in Kopenhagen ist (z.B bei Bertels). 

 

 

5. Eine Kirche musst du besuchen

Keine Sorge, du musst kein großer Kirchenfan sein, um etwas von diesem Tipp mitzunehmen. Bei der "Vor Frelsers Kirke" steht nämlich weniger die Kirche, als ihr Kirchturm im Mittelpunkt. Der bietet nämlich einen Spitzenblick über die ganze Stadt und das für einen relativ vernünftigen Preis (ca. €7). Raufgehen lohnt sich also auf jeden Fall (wer nicht anstehen will, kommt vor der Mittagszeit - und bei Windstille, sonst wird's wackelig)!

 

6. Borg dir ein Rad aus

Es gibt kaum ein Fleckchen Erde, bei dem Radfahren so ein Erlebnis ist, wie in Kopenhagen. Es gibt so gut wie keinen Centimeter der Stadt, der keinen gesichterten, gut ausgebauten Radweg hat, dazu kommt, dass die Stadt superflach - und damit ideal zum Radfahren - ist. Kopenhagen lässt sich mit ausgeborgten Rädern herrlich leicht erkunden, die (teuren) Öffi-Tickets kann man sich dadurch (fast) immer sparen. 

Wer Räder nur für ein bis zwei Tage braucht, sollte sich die App "Donkey Republic" herunterladen. Mithilfe der App kann man ganz einfach eines der orangen Räder in der Nähe ausborgen und für 24 Stunden um €12 leihen. Die App ist via Bluetooth mit dem Schloss des Rades verbunden, sodass man bequem den ganzen Tag das Rad sperren und wieder öffnen kann (so oft man möchte). Am Ende der Leihdauer kann man das Rad an einem der hunderten Rückgabeplätze in der Stadt wieder abschließen. 

Wer Räder länger braucht, erkundigt sich am besten im lokalen Radshop nach den besten Konditionen (von denen gibt es in der Radhauptstadt mehr als genug).

 

 

Mit diesen Tipps im Gepäck kann es gar keine schlechte Reise werden (selbst dann nicht, wenn es den ganzen Tag schüttet). 

Aktuell