5 Hautprobleme, die vor allem im Sommer auftreten

Die Haut ist im Sommer besonders gefordert.

Schweiß, Hitze, dreckige Pools und zu viel Sonne: viele Dinge können der Haut im Sommer schaden. Daher ist sie auf besondere Pflege und den richtigen Sonnenschutz angewiesen. Hier sind die häufigsten Hautprobleme, die uns in der heißen Jahreszeit quälen:

 

1: Hitzepickel

Die kleinen Pustel entstehen, wenn die die Haut bei Hitze aufquillt und dadurch die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopft werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sehr enge oder atmungsinaktive Kleidung getragen wird. Die Folge: Hitzepickel auf der Haut, die sowohl jucken als auch brennen können. Die Pickel sind hell bis milchig, mit Flüssigkeit gefüllt, werden etwa hirsekerngroß und können sowohl direkt auf der Oberfläche als auch tief in der Haut entstehen. In manchen Fällen entstehen auch stärkere Entzündungen. Am häufigsten sind Säuglinge und kleine Kinder betroffen, doch auch im Erwachsenenalter treten die Pickel auf, bei Frauen oft am Dekolleté oder unter den Achseln.  

Was tun? Um vorzubeugen, am besten luftige und weite Kleidung tragen. Rückstände von Sonnencremes, Schweiß etc. immer gründlich entfernen. Wenn du fest über die klaren Pusteln streichst, platzen sie, der Schweiß fließt ab und der Ausgang ist wieder frei. Entzündete Stellen müssen jedoch ärztlich behandelt werden - zum Beispiel mit einer antibakteriellen Creme.

2: Hautpilz 

Der Sommer bringt jedoch auch andere ungebetene Gäste auf unsere Haut, zum Beispiel den Hefepilz Malassezia furfur, der bei fast allen Menschen auf der Haut vorkommt und normalerweise nicht in Erscheinung tritt. Sichtbar wird er nur, wenn er sich massenhaft vermehrt. Und das tut er sehr gerne im feuchten Klima. Dann entstehen auffallende Flecken - die "Kleieflechte" (Pityriasis versicolor). Sie ist harmlos, für manche jedoch optisch störend. 

Was tun? Meist reicht eine rein äußerliche Behandlung der betroffenen Hautstellen. Dazu verwendet man einen pilzabtötenden Wirkstoff (Antimykotikum), wie beispielsweise Econazol oder Ketoconazol. Außerdem solltet ihre eure Wäsche bei 60 Grad waschen und wiederum auf lutige Kleidung achten.

 

3: Pickel am Rücken

Wer sie hat, weiß: Pickel am Rücken ("Bacne") können besonders hartnäckig sein. Damit sind Mitesser und Pickel gement, die vorwiegend am oberen Rücken auftreten. Vor allem im Sommer sind sie aufgrund von verschwitzter Kleidung und Haarfollikel auch bei Menschen da, die sonst nicht damit zu kämpfen haben. 

Was tun? Wer am Rücken mit Pickeln kämpft, sollte auch in der Körperpflege auf Waschgels und exfolierende Tonics setzen. Waschgels mit Salicylsäure sind besonders wirksam. Regelmäßig Anti-Pickel-Masken und Spot-Treatments sind auch am Rücken zu empfehlen. Aber Vorsicht: Wer übertreibt, reizt die Haut zusätzlich. Geduldig sein, heißt es auch beim Ausdrücken: Pickel (egal wo) sollte man erst ausdrücken, wenn ein weißer Punkt auf der Oberfläche des Pickels sichtbar wird.

 

 

4: Wunde Oberschenkel

Schweiß sammelt sich gerne dort an, wo Haut auf Haut trifft. Die Reibung führt oft zu wunden Oberschenkeln, Schmerzen und manchmal sogar Blutungen.

Was tun? Zum Beispiel sollte man vermeiden, nasse Kleidung über einen längeren Zeitraum hinweg zu tragen. Außerdem kann Babypuder helfen, um die Areale trocken zu halten. Wer schon schlechte Erfahrungen mit Puder gemacht hat, sollte es mit Vaseline & Gleitgel versuchen. Einige Frauen schwören auf Deo-Roller, um wunden Oberschenkeln vorzubeugen. Andere wiederum setzen auf "Bandalettes": Wie eine Art Strumpfband ohne Strumpf werden zwei breite Bänder aus Stoff auf die Oberschenkel gestreift. Hier sind alle Tipps gegen wunde Oberschenkel.

 

5: Mallorca-Akne und Sonnenallergie

Mallorca-Akne entsteht meist durch Entzündungsreaktionen der Haarfollikel, ausgelöst durch fetthaltige Sonnencremes in Verbindung mit UV-Strahlung. In der Haut bilden sich dann sogenannte freie Radikale, die diese Entzündungsreaktionen auslösen. Unschöne Pickel und Pusteln werden auf der Haut sichtbar.

Bei Sonnenallergie (die häufigste Form ist die Polymorphe Lichtdermatose) kommt es durch die Einwirkung der UV-Strahlung auf die Haut laufend zur Entstehung von sogenannten Photoneoantigenen, auf die das Immunsystem mit polymorpher Lichtdermatose reagiert. Es entstehen rote Flecken und juckende Pusteln auf der Haut.

Was tun? Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen! Fettfreie Sonnenschutzprodukte und Beta-Carotin-Kapseln (2-3 Monate vor dem Urlaub) helfen außerdem der Vorbeugung. Sind die Pusteln schon da, kann man es mit fettfreiem Joghurt oder Aloe-Vera-Cremes zum Kühlen probieren. Wer die Sonnenpickel austrocknen will, kann auch Essigwasser verwenden. Auch eine Zinksalbe gehört in jede Reiseapotheke, weil sie antientzündlich und juckreizhemmend wirkt. Hier sind weitere Tipps gegen Mallorca-Akne.

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