So pflegst du dein neues Tattoo richtig

New Tattoo, new me! Was du bei der Pflege deines frischgestochenen Tattoos unbedingt beachten musst.

Junge Frau mit Tattoos liegt an einen Tisch angelehnt

Zunächst überwiegt die Freude: Endlich liegen die Schmerzen hinter einem und man kann sich auf das neue Motiv unter der Haut freuen. New Tattoo, new me! Aber nicht zu voreilig – vor dir liegt noch eine Heilungsphase, die deine Aufmerksamkeit verlangt. Denn wer sein Tattoo vernachlässigt, muss mit den Konsequenzen leben: Narben, Farbverlust und sogar Infektionen können die Folge sein.

Wir haben die fünf wichtigsten Schritte zur Tattoo-Aftercare gesammelt:

1. Der erste Reveal

Wurde dein Tattoo nach der Session mit einer herkömmlichen Frischhaltefolie verpackt, dann musst du nach fünf Stunden das erste Mal die Folie wechseln und darfst bereits mit den unteren Steps beginnen. Tattoopflaster, die keine Luft oder Bakterien in die Haut, sondern nur permeabel aus dem Pflaster heraus lassen, werden meist nach vier bis fünf Tagen entfernt. Der Vorteil: Das erste Stadium der Heilung liegt schon hinter dir und die Gefahr von großen Infektionen fast ausgeschlossen.

Idealerweise freust du dich jetzt, weil du schon ein bisschen erkennen kannst, wie das Tattoo nach der Heilung aussehen wird. Yay!

2. Reinigung

Dein Tattoo ist - trotz deiner Liebe dafür! - am Ende des Tages auch nur eine Wunde. Daher gilt: Regelmäßige Reinigung ist ein absolutes Muss und darf auf keinen Fall vergessen oder vernachlässigt werden. Stell dir am besten einen Wecker und wasche dein frischgestochenes Tattoo in der ersten Woche ein- bis zweimal täglich. Achte beim Kauf darauf, dass du eine seifenfreie Waschlotion erwischst. So wird die Wunde nicht unnötig ausgetrocknet oder irritiert und die PH-Balance bleibt bestehen. Solche Waschlotionen bekommst du in jeder Drogerie in der Abteilung für besonders empfindliche Haut, oder zum Beispiel in der Baby-Abteilung.

Löse ein bisschen Waschlotion zwischen deinen Fingern mit Wasser auf, sodass ein leichter Schaum entsteht. Gehe nun vorsichtig in kreisenden Bewegungen über die Tattoolinien und entferne ggf. Reste der Farbe. Keine Angst, das tut nicht weh, sondern hilft auch gegen den Heilungsjuckreiz, der dich vermutlich bereits plagt.

Generell gilt natürlich: Höre auf deine*n Tattoowierer*in und hole ggf. Rat von deine*r Dermatolog*in ein. Riskiere keine Infektion!

3. Trocknen

Nimm ein feuchtes Küchen- oder Klopapier und wische damit vorsichtig den leichten Schaum der Reinigung weg. Wenn du das Tattoo unter der Dusche reinigst, ist es wichtig, dass du nicht einfach den Wasserstrahl draufhältst, sondern mit einem weichen Waschlappen das Wasser über das Tattoo laufen lässt. Und noch einmal müssen wir dich daran erinnern - dein Tattoo ist eine Wunde! Das heißt, dass du nicht einfach mit einem Handtuch dein Motiv trocken rubbeln kannst. Auch hier reicht ein frisches Küchenpapier, was du kurz auf das Motiv drückst. Danach kannst du es an der frischen Luft trocknen lassen.

4. Aftercare

Achte bei dem Kauf der Salbe darauf, dass sie weder Parfum, noch Zink enthält. Der wundheilende Wirkstoff ist den meisten Körpersalben beigegeben, also Achtung! Häufig haut man Salben reichlich auf Wunden und denkt "Viel hilft viel", aber das gilt hier nicht. Zu viel kann den Heilungsprozess deines Tattoos verzögern und sogar zu Vernarbung führen. Deswegen trage nur eine Fingerspitze der Creme in kreisenden Bewegungen auf dein Tattoo.

5. Ziel in Sicht!

Wenn dein Tattoo langsam 'milchig' aussieht und sich die Haut ablöst, dann bist du bereits auf der Zielgeraden. Nein, du darfst dein Tattoo natürlich nicht kratzen. Nein, du darfst natürlich nicht direkt dein engstes Shirt, deine Lieblingsstrumpfhose oder deine dicksten Jeans anziehen, wenn das Motiv in diesen Bereichen liegt, weil die Reibung nicht nur das Tattoo zum Bluten bringen, sondern auch zu Infektionen führen kann. Vermeide Bäder und reizende Duschzusatzstoffe in den ersten Wochen - das Motiv wird es dir danken!

Dein Tattoo ist nach vier Wochen geheilt. Danach gilt: Immer Sonnenschutz tragen (ja, auch bei bewölktem Himmel!). Und das war's auch schon: Viel Spaß mit deinem neuen Motiv!

 

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