Psychologische Online-Beratung: 5 Dinge, die du vor deinem ersten Beratungsgespräch wissen solltest

Egal, ob du gerade mit ganz konkreten Gedanken, Ängsten und Problemen haderst oder deiner Psyche nachhaltig etwas Gutes tun willst: Am anderen Ende des Telefons sitzt jemand, der dich unterstützen kann.

Instahelp

Veränderungen und neue Routinen können unsere Psyche schon unter normalen Umständen fordern und Unsicherheiten und Ängste hervorrufen. Kein Wunder also, dass eine globale Pandemie mit all ihren Einschränkungen, Neuerungen und Regeln auf die Psyche schlagen kann.

Durch Corona sei die psychische Belastung kurzfristig enorm angestiegen, erklärt Dr. Bernadette Frech, CEO der Online-Plattform für psychologische Beratung Instahelp. Langfristig gesehen könne eine Krise aber unsere psychische Gesundheit stabilisieren: "Weil endlich Themen angesprochen wurden, für die bisher keine Zeit war. Weil man quasi gezwungen wurde nachzudenken, kann eine Krise auch ein Anstoß für Veränderung sein. Für viele ist die Zeit der Selbstisolation auch erstmals eine Gelegenheit, sich ausgiebig mit sich selbst zu beschäftigen."

Sich dabei Unterstützung zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche – auch wenn sich ein Gespräch mit Psycholog*innen im ersten Moment bedrohlich anfühlt. Vielleicht helfen dir diese Gedanken bei der Vorbereitung auf ein erstes Beratungsgespräch:

1. Du bist nicht allein …

… und weder komisch, noch verrückt, weil du psychologische Beratung in Anspruch nimmst. "Gerade durch Corona konnten wir beobachten, dass das Thema der psychischen Gesundheit stärker in den Fokus gerückt ist. Dadurch ist auch die Akzeptanz für digitale Gesundheitslösungen gestiegen, weil man gemerkt hat: Wir sprechen eigentlich zu wenig über mentale Gesundheit. Jetzt gerade ist das für viele spürbar geworden", erklärt Frech, die mit Instahelpnicht nur Online-Beratung anbieten, sondern vor allem auch mit gesellschaftlichen Tabus rund um psychische Gesundheit brechen will. Mental Health muss enttabuisiert werden und wir müssten lernen, dass Emotionen, die wir negativ konnotieren, genauso Platz haben müssen: "Statistisch gesehen betrifft das Thema jede dritte Person, die Beratungszahlen gehen kontinuierlich nach oben. Mentale Gesundheit wird zum Glück immer mehr zum Lifestyle-Thema, weg vom Tabu. Du bist also nicht allein."

2. Du kannst nichts falsch machen.

Über mentale Gesundheit zu sprechen ist nichts, wofür du dich schämen muss. Du bist eine*r von vielen und es gibt am anderen Ende der Leitung jemanden, der dir zuhört und dir weiterhelfen kann. Dabei kannst du nichts falsch machen, wie Mag. Kerstin Jäger, InstahelpPsychologin, erklärt: "Ein erstes Beratungsgespräch ist dazu da, es einfach mal auszuprobieren. Man kann gemeinsam versuchen hinzufühlen, was angenehm ist. Alles ist anonym und vertraulich und gibt hilfesuchenden Personen die Chance, zu erleben: Wie fühlt sich das eigentlich an, psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen?"

3. Was erwartest du dir?

Dennoch kann es vor einer Kontaktaufnahme helfen, die eigenen Erwartungen zu definieren: "Was verspreche ich mir im besten Fall? Was ist mir bei der Psychologin oder dem Psychologen wichtig? Wann ist ein Beratungsgespräch für mich erfolgreich? Kann ich vielleicht konkrete Ziele formulieren? Je konkreter die Fragestellung, desto effizienter können wir helfen", so Jäger. Spricht man von Erwartungen, sei es auch wichtig, die Grenzen von Online-Beratung zu definieren: "Beratungsgespräche mit Psycholog*innen wie jene über Instahelp sind eine Beratung von momentanen Problemen. Wir können nicht die Behandlung von psychischen Störungen übernehmen. Bei schwer depressiven Menschen, die im Alltag eingeschränkt sind, können wir nur ergänzend Online-Gespräche führen." Gut geeignet sei diese Form der Beratungsgespräche mit Psycholog*innen für die Beratung und Begleitung in schwierigen Lebensphasen – etwa bei Problemen in der Partnerschaft oder Stress im Job.

4. Du kannst vielleicht nicht alle Probleme aus dem Weg räumen, aber viele.

Psychische Belastungen fußen oft auf fest verankerten gesellschaftlichen Strukturen: "Gerade beim Thema Partnerschaft sind auch Geschlechterrollen und die Erwartungen, die an dieser Rolle hängen, oft Thema. Es melden sich etwa junge Männer, die Druck verspüren, die Familie aufrecht erhalten zu müssen, genauso wie Frauen, die mit Care-Arbeit und emotionaler Arbeit überfordert sind", weiß Jäger. Eine Online-Beratung könne dennoch dabei helfen, diese Probleme einzuordnen und sie so gut es geht auf individueller Ebene zu lösen: "Trotz oft politischer Hindernisse, kann man versuchen, Rollen für sich selbst neu zu definieren und zu hinterfragen: Was bedeutet es für MICH, Mama zu sein?"

5. Es wird vielleicht kurz unangenehm oder ungewohnt, aber langfristig dafür besser.

Was einem vor einer psychologischen Beratung bewusst sein muss: "Ein ganz großes Stück Arbeit liegt bei der hilfesuchenden Person. Manchmal glauben Menschen, dass sie repariert werden, das ist häufig eine verzerrte Wahrnehmung", stellt Psychologin Jäger klar. Es braucht Handlungs- und Veränderungsbereitschaft – das kann vielleicht im ersten Moment ungewohnt sein: "Probleme und Gedanken werden realer, wenn man sie erstmal formuliert und ausspricht. Das kann sich im ersten Moment bedrohlich anfühlen, aber am Ende ist es immer eine Erleichterung, wenn ein professionelles Auge mitschaut und begleitet."

Instahelp

Instahelp bietet einen einfachen und niederschwelligen Zugang zu psychologischer Beratung online an. Die Beratung ist als Text-Chat, Video- oder Audiotelefonie verfügbar und bietet maximale Flexibilität, damit die Beratung ganz bequem von zu Hause aus – auch abends und am Wochenende – genutzt werden kann. Alle Instahelp Psycholog*innen sind ausgebildete Klinische- und Gesundheitspsycholog*innen mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Vor-Ort-Beratung und absolute Expert*innen auf ihrem Gebiet – egal ob bei Stress, Partnerschaftsproblemen, depressiven Verstimmungen oder, speziell jetzt, Ängste. Die Beratung ist anonym.

So funktioniert’s:

  • Einfach Webseite aufrufen oder App downloaden
  • Auswahl des*der passenden Psychologen*Psychologin
  • Start der Beratung in maximal 24 Stunden
 

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