Frau spielt mit Kind

Warum Kindergärten Frauenpolitik sind

„Kindergarten neu denken“

2 Min.

© NEOS

Am Weltfrauentag wird über den Gender Pay Gap gesprochen, über Frauen in Führungspositionen, über Care-Arbeit. Alles richtig. Aber ein Thema entscheidet über all diese Fragen mit und kommt trotzdem zu kurz: die Kinderbetreuung.

Wer in Österreich einen Kindergartenplatz sucht, merkt schnell, wie unterschiedlich die Lage je nach Bundesland ist. In vielen Gemeinden gibt es keine Garantie auf einen Platz. Öffnungszeiten, die mit einem Vollzeitjob vereinbar wären, sind die Ausnahme. Und wenn kein Platz da ist oder die Zeiten nicht passen, bleibt jemand zuhause. In den allermeisten Fällen sind es die Frauen. Nicht weil sie es so wollen, sondern weil das System ihnen keine andere Wahl lässt.

In Wien ist die Situation eine andere. Jedes Kind hat einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, das Angebot ist ganztägig und kostenlos. Das ist kein Zufall, sondern politische Entscheidung. Und es ist in Wahrheit eine der wirksamsten Gleichstellungsmaßnahmen des Landes: Wo der Kindergarten funktioniert, können Frauen arbeiten, Karriere machen und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen.

Die Reformkraft im Kindergarten

Aber wir NEOS ruhen uns darauf nicht aus. Mit dem Reformprozess „Kindergarten neu denken“ gehen wir den nächsten Schritt: bessere Sprachförderung, mehr Fachpersonal, multiprofessionelle Teams aus Logopädinnen, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen direkt in den Kindergärten. Die Verwaltung wird entschlackt, damit Pädagoginnen und Pädagogen sich auf die Kinder konzentrieren können statt auf Formulare. Und eine zentrale Platzvergabe macht den Zugang transparenter und einfacher für alle Familien.

Ein zentraler Hebel ist dabei das Personal. Wer im Kindergarten arbeiten will, soll das künftig leichter können: Der Beruf wird für Quereinsteigerinnen geöffnet, mit dem Kolleg „Change“ gibt es bereits eine neue Ausbildungsschiene, die direkt in die Praxis führt. Gleichzeitig sorgen über 400 Sprachförderkräfte und ehrenamtliche Lesepatinnen dafür, dass Kinder früh die sprachliche Basis bekommen, die sie für die Schule brauchen.

Gute Kindergärten sind die Grundlage für eine gelungene Bildungskarriere. Aber sie sind auch eine der wirksamsten Gleichstellungsmaßnahmen, die es gibt. Denn wo Kindergartenplätze fehlen oder die Öffnungszeiten nicht zum Alltag passen, bleiben Frauen zuhause. Wien zeigt, dass es anders geht.

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