© Das Melt
Hungrig auf Neues? Diese neuen Restaurants und Lokale in Wien sollte man im März 2026 unbedingt auf dem Genuss-Radar haben.
Dampha Kitchen
Fünf Jahre lang war die Dampha Kitchen in Wien als Pop-up unterwegs, jetzt hat sie am Yppenplatz endlich eine fixe Adresse. Hinter dem Konzept steht Khalifa Dampha, der seine eigene Geschichte zwischen Gambia und Spanien kurzerhand zur Speisekarte gemacht hat: würziges Peanut Butter Chicken, Jollof Rice, Empanadas und Tacos mit afrikanischem Twist. Entstanden ist alles mitten im Lockdown, als das ehemalige Model und Blogger beschloss, „etwas zu schaffen, das einen echten Mehrwert für die Stadt und die Community bringt“.
Seitdem hat er an den unterschiedlichsten Orten gekocht, unter anderem am Copa Beach, Rezepte verfeinert und gelernt, was in Wien wirklich ankommt. Dass das Ganze nun am Yppenplatz gelandet ist, fühlt sich für ihn „wie Ankommen und gleichzeitig wie ein neuer Anfang“ an. Passt gut, denn das Grätzl ist bunt, lebendig und ein bisschen chaotisch – genau die richtige Bühne für eine Küche, die Kulturen verbindet und am liebsten in der Runde geteilt wird.
Payergasse 10/1, 1160 Wien
Instagram @dampha_kitchen


Welche Geschichte steckt hinter Dampha Kitchen?
Khalifa Dampha: Meine Küche ist stark von meiner eigenen Geschichte geprägt. Meine Eltern kommen aus Gambia, ich selbst bin in Spanien geboren und mit beiden Kulturen aufgewachsen. Diese Verbindung wollte ich auf den Teller bringen. Zu Hause habe ich gambianisch gegessen, draußen war es vor allem spanische Küche. Für mich war es ganz natürlich, diese beiden Welten zu verbinden. In Wien habe ich genau diese Art von Küche vermisst. Mein Ziel war es, authentische afrikanische Küche mit spanischen Einflüssen zu kombinieren und den Menschen in Wien neue Geschmäcke und neue kulinarische Perspektiven zu zeigen.
Gibt es ein Signature Dish, das deine Küche besonders gut widerspiegelt?
Mein Signature Dish ist das Peanut Butter Chicken. Es ist ein Nationalgericht aus Gambia und hat für mich eine sehr persönliche Bedeutung. Ich habe es als Kind oft mit meiner Mutter und meinen Tanten gegessen, meist mit Reis oder Couscous. Hier in Wien habe ich es neu interpretiert: mit einer Balance aus süß, salzig und leicht scharf. Es bleibt authentisch, bekommt aber meinen eigenen Stil. Es ist auch unser meistverkauftes und beliebtestes Gericht.
Womit möchtest du Gäste beim ersten Besuch überraschen?
Mit den Aromen. Ich möchte zeigen, wie warm, intensiv und gleichzeitig fein afrikanische Gewürze sein können. Wenn jemand sagt: „Das habe ich so noch nie geschmeckt“, dann habe ich mein Ziel erreicht.
Auch diese Restaurants und Lokale sind neu in Wien:
Das Melt
In der Leopoldstädter Schmelzgasse ist mit dem Melt ein kleines Bistro eingezogen, das große Pläne hat, nur eben ohne großen Müll. Die Betreiber Aleksander Milojković und Nemanja Biorac setzen konsequent auf Zero Waste, vom Einkauf bis zum letzten Krümel am Teller. Statt erhobenem Zeigefinger gibt es Rinderrippen in Rotwein-Schokoladen-Sauce, Burger mit hausgemachten Pommes oder vegetarische Gerichte. Die Motivation dahinter ist persönlich. Beide Betreiber haben Kinder und wollen vorleben, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln aussehen kann.
Schmelzgasse 9, 1020 Wien
Instagram @dasmeltvienna


Kübey
Am Rudolfsplatz zeigt das Kübey, wie jung und verspielt türkische Küche sein kann, wenn man sie vom Döner-Klischee befreit. Hier setzt man auf kleine Gerichte zum Teilen, ganz nach Meze-Tradition, nur neu gedacht. Am Tisch landen gegrillte Karotten mit Joghurt und Walnüssen, Manti mit Minzjoghurt oder zartes Lamm auf geräucherter Melanzani, dazu ein Raki-Sour oder ein Glas Naturwein. Man greift hier zu, kostet dort und merkt schnell, dass aus ein paar kleinen Tellern ein ziemlich langer Abend werden kann. Genau so war das gedacht.
Rudolfsplatz 3, 1010 Wien
Instagram @kubey.vienna

Contigo
Wann hat man in Wien zuletzt portugiesisch gefrühstückt? Eben. Während Wien kulinarisch von Italien bis Korea alles bietet, ist portugiesische Küche hierzulande noch immer eine Seltenheit. Umso schöner, dass in den Räumen des Senhor Vinho nun tagsüber Oktopussalat, Kichererbsen mit Koriander und Ziegenkäse oder ein portugiesisches Shakshuka serviert werden. Die Karte bleibt bewusst kompakt, dazu kommt ein wöchentlich wechselndes Mittagsmenü. Hinter dem Projekt steht Verena dos Santos-Trestl, die mit dem Contigo erstmals selbst das Steuer übernimmt.
Schwarzhorngasse 8, 1050 Wien
Instagram @contigowien

Naltu
Grün, pink oder leuchtend orange – wie viel Farbe darf’s sein? In der Burggasse mischt Naltu seit Kurzem die Brunch-Szene auf und setzt auf Säfte, Matcha und kleine Gerichte für den Extra-Energie-Kick. Hinter dem Projekt steht Ümit Altun, der nach vielen Jahren in der Wiener Gastronomie nun gemeinsam mit seiner Familie sein eigenes Kapitel aufschlägt. Im Glas landet Kaltgepresstes mit ordentlich Charakter, auf dem Teller Bowls, Sandwiches und warme Eiergerichte. Wer gesund starten will, wird fündig. Wer einfach nur gut frühstücken möchte, genauso.
Burggasse 40, 1070 Wien
Instagram @naltu.wien

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