Models mit der Kollektion von NICHp am Laufsteg

THAIdentity – Sneak Peeks der Thai Fashion Show bei der Vienna Fashion Week 2026

Minimalistisch, nachhaltig, zeitlos

5 Min.

© WASU/ NICHp

Wenn am Museumsquartier die Scheinwerfer leuchten und der Runway bebt, wissen wir, welche Zeit es ist: Die Vienna Fashion Week 2026 steht vor der Tür. Und alle Jahre wieder zählt die Thai Fashion Show zu den Highlights der Fashionwoche. Dabei präsentieren ausgewählte thailändische Designer:innen ihre einzigartigen Designs am Runway. Wir sprachen mit ihnen über ihre Kollektionen, die Handwerkskunst und die internationale Modeszene.

NICHp

Dieses Jahr feiert NICHp sein Debüt auf der Vienna Fashion Week. Was bedeutet es für dich, deine Arbeit einem europäischen Publikum zu präsentieren?

Nicha Prasarnkleo: Die Präsentation von NICHp auf der Vienna Fashion Week ist ein bedeutender Meilenstein für unsere Marke. Sie bietet uns die Möglichkeit, unsere Vision zeitgenössischer thailändischer Mode einem globalen Publikum vorzustellen. Ich freue mich darauf, zu zeigen, wie wir thailändisches Handwerk und kulturelle Inspiration durch eine moderne, minimalistische Perspektive neu interpretieren, die in verschiedenen Kulturen relevant ist.

Deine Marke vereint modernen Minimalismus, Weiblichkeit und klassische Schneiderkunst. Wie gelingt es dir, Designs zu kreieren, die sowohl zeitgenössisch als auch zeitlos wirken?

Jede Kollektion beginnt mit der Idee, Kleidungsstücke zu entwerfen, die Frauen viele Jahre lang mit Selbstvertrauen tragen können. Wir konzentrieren uns auf klare Silhouetten, hochwertige Verarbeitung und durchdachte Details, anstatt kurzlebigen Trends zu folgen. Unser Ziel ist es, elegante und vielseitige Stücke zu kreieren, die zeitlos sind und sich mühelos in moderne Lebensstile einfügen.

Wie würdest du NICHp in drei Worten beschreiben – und welcher Look deiner neuen Kollektion repräsentiert diese am besten?

Modern, feminin und zeitlos. Der Look, der diese Eigenschaften am besten verkörpert, stammt aus unserer neuesten Kollektion und zeichnet sich durch hochwertige Schneiderkunst mit klaren, minimalistischen Silhouetten aus. Wir haben außerdem Verzierungen aus recyceltem Kunststoff integriert und so Abfall in wunderschöne, handgefertigte Details verwandelt, die unser Engagement für Nachhaltigkeit unterstreichen und gleichzeitig der Eleganz der Marke treu bleiben.

FRANK WEENEGGSINN

Was hat dich zur Vienna Fashion Week gezogen, und was macht Wien zu einer interessanten Bühne für deine Arbeit?

Frank Weeneggsinn: Wien ist eine Stadt, in der Kunst, Kultur und Handwerkskunst hohes Ansehen genießen. Die Menschen hier schätzen nicht nur das fertige Produkt, sondern auch die Geschichte, den Entstehungsprozess und die menschliche Note, die hinter jedem einzelnen Stück stecken. Für mich ist die Vienna Fashion Week viel mehr als nur eine Modeveranstaltung. Sie ist ein Ort, an dem Mode zum Dialog zwischen Kunst, Kultur und Handwerk wird – ein Ort, der meine Identität als Designer perfekt widerspiegelt.

Was inspiriert deine Designs und was möchtest du, dass die Betrachter beim Anblick deiner Kreationen empfinden oder verstehen?

Meine größte Inspiration schöpfe ich aus Menschen, Erinnerungen, Emotionen und den kleinen Momenten, die wir in unserem hektischen Alltag oft übersehen. Ich hoffe, die Menschen sehen mehr als nur schöne Kleidungsstücke. Ich möchte, dass sie die Geschichte spüren, die in den Texturen verborgen liegt, und verstehen, dass Mode uns wieder mit Emotionen verbinden kann, die wir vielleicht verloren haben.

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede siehst du zwischen der österreichischen und der thailändischen Modeszene?

Ich glaube, dass Österreich und Thailand einen tiefen Respekt vor dem kulturellen Erbe und der Handwerkskunst teilen. Beide Länder haben bemerkenswerte Kunsthandwerker, deren Fähigkeiten internationale Anerkennung verdienen. Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie Handwerkskunst zum Ausdruck gebracht wird. Österreichische Mode betont oft Raffinesse, Schlichtheit, Präzision und zeitlose Eleganz. Thailändische Mode ist reich an textilen Traditionen, lebendiger Handwerkskunst und vielfältigen kulturellen Einflüssen.

ROSE MARS

Denim ist das Herzstück von ROSE MARS. Was fasziniert euch an diesem Material immer wieder, und warum ist es eurer Meinung nach generationenübergreifend relevant?

Marayat Saksiri und Charoensak Ruangsri: Wir fühlen uns zu Denim hingezogen, weil es Stärke und Schönheit vereint. Je öfter es getragen wird, desto mehr Charakter entwickelt es. Für ROSE MARS ist Denim wie eine Leinwand – eine, die uns die Freiheit gibt, zu experimentieren, neu zu interpretieren und etwas Neues zu kreieren. Jedes Mal, wenn wir mit Denim arbeiten, fühlen wir uns, als würden wir ein Kunstwerk erschaffen, das sich nach und nach durch Silhouette, Details, Textur und die einzigartigen Spuren im Stoff formt. Egal, wie sich die Mode in Zukunft entwickelt, wir sind davon überzeugt, dass Denim immer seinen Platz darin haben wird.

Upcycling ist zentral für eure Arbeit. Wie kann man einem alten Denim-Teil auf einfache Weise ein zweites Leben schenken?

Es kann mit etwas Einfachem beginnen – zum Beispiel, indem man eine alte Jeans in eine Tasche, eine Weste oder einen Rock verwandelt oder Denim-Reste verwendet, um neue Details zu kreieren und bestehenden Kleidungsstücken einen frischen Charakter zu verleihen.

Wie beeinflussen sich Nachhaltigkeit und Ästhetik in eurem Designprozess gegenseitig?

Für ROSE MARS bedeutet Nachhaltigkeit in der Mode nicht nur Umweltschutz. Es geht auch darum, Designs zu entwerfen, die sowohl langlebig als auch emotional wertvoll sind. Wir glauben, dass Menschen, wenn ein Kleidungsstück schön verarbeitet, unverwechselbar und langlebig ist, ganz natürlich eine tiefere Verbindung dazu aufbauen und es länger behalten möchten. Bei ROSE MARS schränkt Nachhaltigkeit die Kreativität nicht ein, sie ist Teil des kreativen Prozesses selbst.

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