Modistin Julia Cranz

Magic Hats & More: Die Hüte von Julia Cranz begeistern bis nach Hollywood

Was haben Grace Jones, Sarah Jessica Parker oder Brad Pitt gemeinsam? Sie alle tragen Hüte von Julia Cranz aus Niederösterreich.

3 Min.

© Stephan Dolschal

Was haben Anna Netrebko, Grace Jones, Sarah Jessica Parker oder Brad Pitt gemeinsam? Sie alle tragen Hüte, die Österreichs wohl berühmteste Modistin Julia Cranz in ihrem Atelier in Eichgraben gefertigt hat. Es sind Meisterwerke, die Tradition und Extravaganz mit großer, handwerklicher Hingabe in vollendeter Harmonie verbinden.

Julia Cranz: Von Eichenberg nach Hollywood

Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie fand Julia Cranz nach dem Abschluss der Modeschule im Schloss Hetzendorf, der Art & Fashion School San Francisco und einem Schuhmacher-Praktikum bei Maestro Rolando Segalin in Venedig, bald zu ihrer eigenen künstlerischen Ausdrucksform: dem Hutmachen. Die Präsentation ihrer Valentine’s Collection im Rahmen der New Yorker Fashion Week 2005 brachten ihr dann internationale Anerkennung und sogar einen Eintrag auf der renommierten Website „Milliner of the Month“. Viele Jahre entwarf und fertigte sie in ihren Ateliers in Venedig und Ibiza, blieb jedoch ihrer Heimat in Eichgraben immer treu. Die Familienvilla ist der Mutter eines kleinen Sohnes heute der ideale Ort, um mit Leidenschaft ihre Handwerkskunst zu leben, von individuellem Kopfschmuck bis zu Film-Stylings und Kooperationen mit namhaften Labels und Designern.

Julia, deine Kreationen werden bis Hollywood getragen. Macht es für dich einen Unterschied, Hüte für Stars oder Kundinnen „von nebenan“ zu entwerfen?

Eigentlich gar nicht. Ich sehe in jeder Frau etwas Besonderes. Für mich geht es nie darum, wer den Hut trägt, sondern wie er getragen wird. Die Stars sind vielleicht an öffentliche Auftritte gewöhnt, die Kundin von nebenan traut sich dagegen manchmal etwas weniger – aber genau das liebe ich: diesen Moment, wenn sie in den Spiegel schaut, lächelt und plötzlich ein kleines Stück selbstbewusster ist. Das ist für mich pure Magie.

Kreationen von Julia Cranz geshootet in Venedig
© Eva-Maria Guggenberger

Bei deinen Styling-Jobs verbindet dich mit Eva Poleschinski eine besondere Zusammenarbeit, u.a. für das Lookbook „Venetian White“…

Die Zusammenarbeit mit Eva war tatsächlich für eine wunderbare Story, nämlich für eines der für mich persönlich schönsten Hotels in Venedig, dem legendären Metropole an der Riva degli Schiavoni beim Markusplatz. Damit verbinde ich nicht nur eine große Freundschaft, sondern auch eine tiefe Ehrfurcht für Gloria, der Besitzerin. Sie war von Beginn an eine große Unterstützung in meiner Laufbahn als Hutmacherin und inspiriert mich bis heute mit ihrem unverwechselbaren Stil. Ein Abend in der Oriental Bar im Metropole schenkt dir mehr kreative Ideen als hundert Modezeitschriften zusammen.

Hüte sind wie kleine Abenteuer!

Julia Cranz
Ob Fedora, Bucket-Hut, Strohhut oder der leichte Fascinator – Hüte erleben derzeit eine modische Renaissance. Worauf ist bei der Wahl zu achten?

Das Wichtigste ist Mut! Hüte sind wie kleine Abenteuer – man muss sich trauen, viele auszuprobieren, um herauszufinden, welcher wirklich zu einem passt. Der perfekte Hut ist der, den man kaum mehr spürt – und der höchstens durch die bewundernden Blicke anderer verrät, dass man etwas Besonderes am Kopf hat

Julia Cranz auf der Vienna Fashion Week
© Thomas Lerch

Neben individuellem Kopfschmuck bietest du in deinem Atelier ja noch einiges mehr…

Ja, genau! In meinem Atelier kann man nicht nur Hüte in Auftrag geben, sondern auch vorbeikommen, anprobieren und ein bisschen in das Alice im Wunderland-Gefühl des „verrückten Hutmachers“ eintauchen. Und wer Lust hat, kann sogar Hutmacher-Kurse bei mir buchen. Nach ein paar Wochenenden nimmt man dann hoffentlich seinen eigenen, perfekt passenden Hut mit nach Hause – und ein großes Lächeln dazu.

Infos zu Julia Cranz Hats & Hatpieces auf www.juliacranz.com

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