Antiflirting: Wie ein Insta-Account auf sexuelle Belästigung aufmerksam macht

Der Instagram-Account @antiflirting zeigt das Schlimmste, was Dating-Plattformen und DMs zu bieten haben – und gibt Frauen* damit eine Plattform, anonym ihre Geschichten zu erzählen.

Antiflirting

Wir dachten eigentlich auch, dass wir über die "Hat #metoo uns das Flirten zerstört?!?111?!elf?"-Diskussion mittlerweile hinweg sind (read: schon längst sein sollten), aber schlechte Neuigkeiten: Wie sehr vermeintliches Flirten immer noch mit Sexismus, Beleidigungen und Vergewaltigungsdarstellungen einhergeht, zeigt der Instagram-Account @antiflirting.

Belästigung ist nicht Flirten, okay?!

Ok, die meisten Frauen haben wahrscheinlich diesen einen Dude in den DM’s oder Facebook-Nachrichten-Anfragen, der seit 2012 im 2-Monats-Rhythmus "hei, wi geds?" schreibt – und nicht verstehen will, dass einfach kein Interesse an einer Kommunikation besteht. Generell scheint sich bei Männern aber hartnäckig die Annahme zu halten, dass sie ein Recht auf Kommunikation mit dem virtuellen Gegenüber haben – und wird dieses vermeintliche "Recht" nicht erfüllt, sehen es immer noch viele Männer als okay an, ungefragt Details des Sexlebens preiszugeben oder intime Bilder zu verschicken. @antiflirting sammelt übergriffige Annährungsversuche und teilt sie anonym:

… und auch die Reaktionen, die kommen, wenn eben vom Gegenüber keine Reaktion kommt:

Gegenüber VICE erzählen die Initiatorinnen von @antiflirting: "Wir haben unseren Account 'Antiflirting' genannt, weil das, was die Menschen da schreiben, übergriffig ist. Das ist beleidigend, sexistisch, rassistisch, aber definitiv kein Flirten."

Und das, was jetzt kommt, ist eine eindeutige Aboempfehlung: @antiflirting folgen, nachdenken, hinterfragen, dazulernen, ärgern, Patriarchat anzünden!

 

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