Naturbild mit See und Menschen am See entlang der Salzach

Wandern entlang der Salzach: 3 Tipps

Entlang des Flusses

5 Min.

© Christian Heugl

Mit seinem neuen Buch „Salzachwärts“ lädt der so profilierte wie beliebte Wanderexperte Christian Heugl dazu ein, der Salzach auf ausgewählten Wanderungen zu folgen flussnah, facettenreich und voller Entdeckungen. In seiner Präsentation beschreibt der Autor abwechslungsreiche Touren aus allen Salzach-Regionen und gibt spannende Einblicke in Natur, Kultur und Sehenswürdigkeiten.

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Zwischen Neukirchen und Bramberg

Der Großvenediger zeigt sich weit entfernt im Süden, der Wildkogel aber bietet mit seinen Sonnenflanken die Unterlage zu dieser Wanderung über dem Salzachtal.

Der Weg

Der acht Kilometer lange Weg zwischen Neukirchen und Bram- berg erlaubt auch kürzere Rundwegvarianten, die wieder an den Startpunkt retour führen. Ansonsten sind der Bus oder die Bahn die bequemste Möglichkeit für die Rückfahrt. Ausgangspunkt ist das Zentrum von Neukirchen am Großvenediger. Am Kammerlanderstall und rechts an der Pfarrkirche vorbei beginnt anschließend der beschilderte Wanderweg 17 B „Bramberg über Neuhaushof“.

Der bergwärts führende Steig trifft nach einem Kilometer auf eine Zufahrt, die zum aussichtsreich gelegenen Alpengasthof Neuhaushof hinaufführt. Wenig später ergibt sich rechts abzweigend mit dem Weg 21 A eine erste Abstiegsvariante nach Neukirchen (gesamte Runde 2 Std., 250 hm, 6 km).

Das Ziel Bramberg aber bleibt bis zu einer Weggabelung auf der Straße (Weg 55). Mit Blick auf das Habachtal und die seltenen Steinschafe auf der Hangwiese unterhalb führt der Steig wieder bergab. Im Wald zweigt eine weitere Variante in das Tal zur Ruine Weyer und zum Weyerhof ab.

Von dort retour nach Neukirchen mit Bus, Bahn oder zu Fuß in einer Stunde auf dem Weg 21. Die noch drei Kilometer lange Route 55 nach Bramberg aber quert weiterhin das steile Wald- und Wiesengelände und führt ab dem Gehöft Walsbergbauer entlang der Zufahrt in das Smaragddorf hinab. Retour mit Bahn oder Bus. 

Naturbild mit See und Menschen am See entlang der Salzach
© Christian Heugl

Im Kräuterdorf Hollersbach 

Die Nationalparkgemeinde Hollersbach liegt an einer touristischen Nahtstelle. Von hier aus starten hochalpine Touren und interessante Lehrpfade. Mittendrin sorgen das Klausnerhaus und der Kräutergarten für Staunen.

Der Weg

Der kurze Rundweg startet und endet am Parkplatz des Hollersbacher Badeseegeländes, was speziell an heißen Sommertagen den Vorteil hat, dass sich an den Rundgang auch gleich ein Sprung in das klare Salzachgrundwasser anschließen lässt. Zuvor steht aber erst einmal ein Besuch beim Klausnerhof am Programm, der orientierungsmäßig in wenigen Minuten leicht zu erreichen ist, indem man den weithin sichtbaren Kirchturm anpeilt. Gegen- über der Pfarrkirche zum hl. Vitus befindet sich der bildschöne Klausnerhof. Im Erdgeschoss ist eine kleine Ausstellung des Nationalparks Hohe Tauern untergebracht, die größte Anziehung besitzt aber vermutlich der gepflegte Kräutergarten, in dem oft gesehene, aber häufig unbekannte Pflänzchen endlich einmal einen Namen erhalten.

Das dazu gewonnene Kräuterwissen lässt sich auf dem Naturlehrweg (Weg 18) gleich überprüfen, der von der taleinwärtsführenden Straße nach rechts abzweigt. Ein Trinkwasserbrunnen lädt noch einmal zu einer glasklaren Erfrischung ein, denn nach dem kurzen, flachen Abschnitt beginnt links abzweigend ein steiler Waldanstieg über immerhin 200 Höhenmeter. Viele Info-Tafeln und eine romantische, hölzerne Kräuterkapelle führen aber zu einer, zumindest gefühlten, zeitlichen Verkürzung.

Wenn der steile Pfad unterhalb von einem Sendemasten auf eine flache Wirtschaftsstraße trifft, ist der schweißtreibende Teil vorbei. Der Naturlehrpfad zweigt nach rechts ab und führt wieder zurück in die Talebene. Der letzte Abschnitt retour zum Parkplatz folgt entweder dem Wiesenweg, der am Rand der Schilfzone und an den Teichen vorbei zum Badesee verläuft, oder, wenn diese teils sumpfige Variante gesperrt ist, geht es über den nach rechts abzweigenden Tälerweg 24 oder über die querfeldein verlaufende Gemeindestraße weiter.

Ein Zug fährt durch eine idyllische Landschaft
© Christian Heugl

Von Bruck nach Gries 

In Bruck beginnt die Großglockner- Hochalpenstraße. Weniger hoch hinauf, aber zu nicht weniger spannenden Orten führt die Wanderung herunten im Salzachtal nach Gries.

Der Weg

Ausgangspunkt ist die Glocknerbrücke, nahe dem Ortszentrum Bruck. Auf der Brücke werden Informationen zur Geschichte des Ortes und der Glocknerstraße vermittelt, vor der Brücke steht mit dem Kilometerstein „0“ der offizielle Auftakt zu einer der berühmtesten Alpenstraßen der Welt. Die stille Wanderung nach Gries zweigt aber am linken Ufer nach rechts ab und folgt der Salzburger Straße (L 257) ein kurzes Stück entlang der Salzach bis zur Abzweigung nach links. Auf verkehrsberuhigten Straßen und Wegen verläuft die Route 6 nach Hundsdorf (St. Anton) und weiter nach St. Georgen mit dem Gotteshaus auf dem weithin sicht- baren Kirchbühel zu.

An der Schule vorbei folgt die Route der Beschilderung und erreicht nach 1,5 Kilometern den Ort Gries. Nun entweder bequem mit Bahn oder Bus retour nach Gries oder nach der Querung der Bundesstraße, der Bahn und der Salzach rechts abzweigend über 4,5 Kilometer auf dem Asphaltweg zu einer weiteren Bundesstraßenunterführung.

Nun der Oberhofstraße einen Kilometer folgen, dann rechts abbiegen und nach der Bahnunterführung links Richtung Bahnhof. Entlang der Bahnhofstraße 400 m bis zur Kreuzung Glocknerstraße und rechts abzweigend in das Ortszentrum von Bruck. 

BUCHTIPP

Buchcover "Salzachwärts" von Autor Christian Heugl
© Christian Heugl

Mehr über die Autorin dieses Beitrags

Elisabeth Trauner
© Privat

Elisabeth Trauner ist Redakteurin bei Unser SALZBURG und mit Stift, Block und Herz immer zur Stelle, wenn Menschen spannende Geschichten zu erzählen haben. Sie hört Podcasts, braucht Krimis und True Crime-Dokus zum Einschlafen und probiert gerne neue Kochrezepte aus, die aber meistens komplett schief gehen.

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