Zweiter Hilferuf in Primark-Kleidung

Günstige Preise, große Auswahl - doch wie sieht es mit den Arbeitsbedingungen bei der Produktion aus? Die Discounter-Kette Primark sorgt für heftige Diskussionen rund um die nachhaltige und faire Produktion von Kleidung. Erst vor wenigen Tagen hatte die Britin Rebecca Gallagher dem Unternehmen Schlagzeilen eingebracht. Sie hatte auf einem bei Primark gekauften Kleid einen verstreckten Hilferuf entdeckt, wie die South Wales Evening Post berichtete. Auf einem Etikett am Kleid war der Satz "Forced to work exhausting hours" eingestickt - was übersetzt so viel wie "gezwungen, bis zur Erschöpfung zu arbeiten" und möglicherweise auf die Arbeitsbedinungen in einer der Textilfabriken der Lieferanten und Produzenten hindeutet.

Nur wenige Tage später meldet die Zeitung einen weiteren Fall. '"Degrading" sweatshop conditions' ("entwürdigende Arbeitsbedingungen in einem ausbeuterischen Betrieb") las Rebecca Jones auf dem Etikett ihres Primark-Kleids. Dieses hatte sie schon 2013 gekauft, die ungewöhnliche Beschriftung aber erst jetzt gemeldet.

Bei Primark heißt es, man kenne bisher keine anderen vergleichbaren Fälle, nehme die Anschuldigungen aber sehr ernst. Das Unternehmen wäre dankbar, wenn die Kleidungsstücke zurückgebracht würden, damit man den Ursprung des Etiketts und eine die Notwendigkeit einer weiteren Untersuchung prüfen könne. Zugleich betont man, dass man einem Verhaltenskodex im Unternehmen etabliert habe, der ethischen Handel, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Behandlung und Bezahlung der Mitarbeiter in den Textilfabriken der Lieferanten festlege. Außerdem sei man Mitglied der Ethical Trading Initiative.

Die Kleidungsstücke seien im selben Zeitraum im Vorjahr im Verkauf gewesen, die Art, wie die Etiketten angebracht und bestickt wurden sei sehr ähnlich. Zugleich wurden die Stücke aber tausende Kilometer entfernt voneinander produziert worden, zählt Primark die für sich fragwürdigen Punkte auf.


Update: 3. Hilferuf aufgetaucht

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