Zweisitzrakete

Fly Me to the Moon? Die Angebetete auf Händen zu tragen reicht heutzutage nicht mehr, um ihr Herz zu erobern. Manuel (Manuel Rubey) greift zu einem drastischen Aphrodisiakum und stiehlt im Museum eine Rakete. Was sein Freund und Therapeut Detlev (Simon Schwarz) dazu sagt? Bravo! Schließlich war’s ja dessen Idee ...

Manuel (Manuel Rubey) ist ein Träumer. Und so hat er offensichtlich die aller-, aller-, allerletzte Chance verschlafen um seiner besten Freundin Mia (hübsch, aber farblos: Alissa Jung) die Wahrheit über seine Gefühle für sie zu gestehen: Manu liebt Mia.

Dummerweise verreist die Unwissende knapp vor Manus großer Liebesbeichte beruflich ins Land der Herzräuber - Italien - und erliegt glatt vor Ort dem Charme eines schmalzigen Piloten (Lukas Spisser). Der „Überflieger" fackelt nicht lange und überredet die Beauty bei einem Wienbesuch ihre Zelte in der Weltkulturhauptstadt der Musik abzubrechen und mit ihm nach Rom zu ziehen. Mia packt schon ihre Koffer, aber ausgerechnet ihr „treuer Freund" Manuel legt ihr Steine in den Liebesweg. Er will sie auf gar keinen Fall abreisen lassen.

Als Worte nichts nützen, entschließt sich der verliebte Manuel zu einer Tat von geradezu verbrecherischer Kühnheit: Er will im Wiener Technischen Museum eine Rakete klauen um Mia zu beeindrucken. Denn - und das weiß natürlich nur ihr bester Freund Manuel - Mia träumt seit frühster Kindheit davon mit einem echten Astronauten ins Weltall abzuschweifen.

Zweisitzrakte

Für die Umsetzung seiner genialen Idee braucht Manuel allerdings eine schlagkräftige Truppe verzweifelter Leidensgenossen in Sachen Liebeskrankheit. Glücklicherweise trifft sich genau so ein Anleitungsbedürftiger Haufen Loser regelmäßig zu den Therapiesitzungen bei Detlev (in Bestform: Simon Schwarz). Detlev ist nicht nur Manuels WG-Genosse, sondern auch sein bester Freund und Leiter einer Männer-Selbsthilfetruppe. Und so werden aus den Liebesamateuren (darunter Kabarettist Thomas Stipstits, Alexander Jagsch, Denis Moschitto, Andreas Patton) Profieinbrecher um Amor ein bisschen auf die Sprünge zu helfen.

Die Liebe liegt im Detail. Abgesehen von der Tatsache, dass das Drehbuch Manuel Rubey von Regisseur Hans Hofer sprichwörtlich auf den Leib geschrieben wurde und Simon Schwarz hier die beste Performance seiner Karriere abliefert, sprechen noch zwei bekannte Turteltäubchen für diesen Film:
Michael Niavarani & Gerti Drassl. Als freche Tauben kommentieren sie das komische Geschehen „von oben“. Wem das nicht reicht, darf sich auch auf die Beteiligung von Mirjam Weichselbraun als heiße Polizistin mit Hormonstau freuen.
 

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