"Zwangloser Sex" ist doch nicht so zwanglos, sagt eine neue Studie

Sex ohne Verpflichtungen - ein Modell, das für viele funktioniert. Jedoch nur scheinbar, sagt eine aktuelle Studie.

Einfach "nur Sex". Etwas, das viele Menschen schon einmal mit besten FreundInnen, kurzen Affären oder KollegInnen gehabt haben. Dass es jedoch nicht immer so zwanglos ist wie wir uns das gerne wünschen würden, wurde jetzt wissenschaftlich untersucht und bestätigt.

Doch mehr als nur Sex?

Wie eine Studie im Journal of Relationships Research herausfand, geht es auch bei zwanglosem Sex nicht nur um die körperliche Befriedigung. Für viele Menschen ist eine wichtige emotionale Komponente auch mit dabei.

Die ForscherInnen haben über 600 StudentInnen zwischen 18 und 25 dazu befragt, wie sie unterschiedliche intime Handlungen mit zwanglosen PartnerInnen vs. mit romantischen PartnerInnen bewerten. Das Ergebnis: die meisten finden, dass sich Intimität und zwangloser Sex nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil.

Zum Beispiel geben mehr als die Hälfte der Befragten an, auch in einer reinen Sexbeziehung gerne zu kuscheln, und mehr als ein Viertel findet intimen Augenkontakt wichtig. Über 40 Prozent würden auch bei ihren SexpartnerInnen übernachten. Laut Studie seien es durchschnittlich mehr Frauen als Männer, die sich Intimität bei zwanglosem Sex wünschen. Dennoch: auch für den Großteil der Männer schließen sich emotionale Nähe und Sex nicht aus.

Was uns diese Studie zeigt: ungebundener Sex ist nicht unbedingt eine gefühllose Sache. Viele Menschen suchen auch in Affären Intimität, Nähe und jemanden, mit dem sie sich austauschen können.

 

Aktuell