Zuviel Weihnachtslieder sind anstrengend für uns

"All I Want for Christmas", "Jingle Bell Rock" und (immer wieder) "Last Christmas": Spätestens im November dudeln die Weihnachtsklassiker der Popindustrie kollektiv aus Lautsprechern. Vor allem MitarbeiterInnen im Einzelhandel kann das sogar schaden.

Angenehme Herbsttemperaturen hin, bunt gefärbte Laubwälder her: Spätestens Anfang November startet die Weihnachtssaison. Lebkuchen und Schokonikoläuse stapeln sich in den Supermärkten und aus den Lautsprechen muss stilecht Weihnachtsliedgut erklingen. Alles für die gute Weihnachtsstimmung. Und die kann tatsächlich anstrengend für uns sein.

Die klinische Psychologin Linda Blair erzählt Sky News: "Menschen, die in der Weihnachtszeit im Einzelhandel arbeiten, müssen die Weihnachtsmusik ausblenden, denn wenn sie das nicht tun, könnten sie sich auf kaum etwas anderes konzentrieren. Sie verwenden all ihre Energie darauf, nicht zu hören, was sie hören." Zuviel Weihnachtsmusik kann sich also negativ auf unsere Leistungsfähigkeit auswirken.

Die Musikpsychologin Dr. Victoria Williamson spricht von einer "U-förmigen Beziehung" zwischen der Häufigkeit, mit der wir Musik hören, die wir mögen und unserer Reaktion darauf. Das bedeutet: Die ersten paar Male "Last Christmas" können uns in Hochstimmung versetzen, zuviele Wiederholungen ermatten uns aber. Wer sich schon Anfang Dezember bei den wohlbekannten Glöckenklängen im Intro von Mariah Careys"All I Want For Christmas Is You" denkt: "Ich kann es nicht mehr hören!", kann das wohl bestätigen.

Mit der richtigen Weihnachtsdekoration lässt sich aber wohl auch das überstehen

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