Zucker im Check

Wer es gerne süß mag, hat es schwer. Nicht nur, dass sich Zucker mit etwa 4 kcal pro Gramm auf den Bauch schlägt, sondern er ist auch schädlich für die Zähne. Außerdem ist es schwer die Übersicht zu behalten: Haushaltszucker, Fruchtzucker, Süßstoff oder Stevia – was davon ist für wen geeignet? Ein Überblick.

Haushaltszucker, auch Saccharose genannt, wird meist aus Zuckerrüben gewonnen. Er besteht zur Hälfte aus Fruchtzucker und zur anderen Hälfte aus Gluccose, also Kohlenhydraten. Zuviel davon verursacht nicht nur Karies, sondern macht bekanntlichermaßen auch dick.

Fruchtzucker

Fruchtzucker, also Fructose, ist der im Obst enthaltene Zucker. Viele Lebensmittel wie Marmeladen oder Fruchtsäfte enthalten den Fruchtzucker der darin verarbeiteten Produkte, andere werden extra damit gesüßt. Ein Zuviel an Fruchtzucker kann eine Intoleranz auslösen, die zu Beschwerden wie Durchfall oder Bauchschmerzen führt. Süßen mit Fructose macht auch nicht so nachhaltig satt, wie der Konsum von Kohlenhydraten, verursacht aber ebenfalls Karies oder Übergewicht.

Süßstoffe vs Stevia

Süßstoffe schmecken sehr süß, machen weder dick noch verursachen sie Karies. Leider sättigen sie auch nicht im Unterschied zu Haushaltszucker. Daher sind sie in den Verruf geraten, dass sie Heißhunger auf Süßes fördern. Denn der Köper bekommt bei ihrem Konsum nicht das, was ihm das Gehirn signalisiert: Zucker.

Stevia ist ein aus Süßkraut gewonnener Stoff, der 450 mal so süß wie Haushaltszucker ist, aber keine Auswirkung auf Zähne oder Körpergewicht hat. Stevia wurde erst 2011 von der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Die Asiaten haben sich seiner Süßkraft schon seit Jahrzehnten bedient. Nachteil: Schmeckt etwas bitter und macht ebenfalls nicht satt.

Unsere Empfehlung: Wem Stevia oder Süßstoff schmeckt und wer keine Heißhungerattacken beim Konsum bekommt, der soll ruhig damit süßen.

Für alle anderen gilt: Greifen Sie mit gutem Gewissen zu Haushaltszucker, aber schränken Sie die Mengen ein. Bei den meisten Rezepten kann ohne einen Geschmacksverlust die Zuckermenge um ein Viertel bis die Hälfte reduziert werden.

Achten Sie auch bei Fertigprodukten auf die Inhaltsstoffe - all jene, die mit -ose enden, zeigen, dass noch extra gesüßt wurde. Diese heißt es in Maßen zu genießen. Gewöhnen Sie sich lieber Schritt für Schritt an ein bisschen weniger süßes, aber gesünderes Leben. Auf Süßen mit Fruchtzucker können Sie getrost verzichten, diesen konsumiert man am besten im Original: Im Obst. Mahlzeit!

 

Aktuell