Zu dünnes Model: Gucci-Kampagne wird verboten

Die britische Werbeaufsicht hält das Foto einer Gucci-Kampagne für "unverantwortlich" und hat es verboten.

Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA nimmt ihre Arbeit ernst. Bereits in der Vergangenheit wurden Werbungen wegen sexistischer oder anstößiger Inhalte verboten - unter anderem eine Prada-Kampagne, die ein Kind in einer sexualisierten Situation darstellt.

Diesmal am Pranger: eine Gucci-Kampagne. Das Model in der Werbung sehe "ungesund dünn" aus:

Das italienische Label Gucci jedoch verteidigt seine Kampagne, da sie auf "ein älteres, anspruchsvolles Publikum" abziele. Nirgendwo seien spitze Knochen zu sehen - man habe sogar darauf geachtet, dass das Make-Up und das Licht keine dunklen Schatten werfen, damit die Models eben nicht extrem markant und dünn aussehen.

Die ASA jedoch bleibt dabei: der dünne Oberkörper des Models wirke unproportional. Ihre Taille, ihr Gesichtsausdruck, das Make-Up - das alles lasse die junge Frau "ausgemergelt" aussehen.

Das Thema Magermodels ist international sehr umstritten. Zuletzt hatte Frankreichs Parlament ein Gesetz beschlossen, das zu dünne Models verbietet.

 

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