Zoë Kravitz wird endlich Catwoman (nachdem's 2012 wegen Rassismus nicht geklappt hatte)

Nun ist es offiziell: Zoë Kravitz wird die neue Catwoman. 2012 wurde ihr eine Rolle in "The Dark Knight Rises" verwehrt, weil sie zu "urban" sei – ähm, wos bitte?

Zoë Kravitz

Yaass, Zoë Kravitz wird die neue Catwoman! Warum wir uns darüber freuen? Zwar ist Kravitz nicht die erste Schwarze Catwoman, sprang doch bereits 2004 Halle Berry über unsere Kinoleinwände – dennoch ist black represenation nach wie vor viel zu wenig vorhanden und Schwarze Frauen in Hauptrollen eher eine Seltenheit. Dazu kommt, dass man Kravitz bereits vor ein paar Jahren eine Rolle im Franchise mit einer fadenscheinigen Begründung verwehrte.

Too urban oder too black?

Die Schauspielerin schilderte in einem Interview mit dem NYLON Magazine, dass man ihr 2012 das Casting für eine kleine Rolle im damaligen Batman-Hit "The Dark Knight Rises" verweigerte, da man bei dem Film in eine weniger "urbane“ Richtung gehen wolle. (Wir erinnern uns: Die Casting-Entscheidung für die Rolle der Catwoman fiel damals auf Hollywoods Sauberfrau Anne Hathawayaja…).

Die Schauspielerin geht davon aus, dass sich die Begründung in erster Linie auf ihren racial background bezog. Während der Begriff "urban“ zwar einerseits einfach als "für städtisches Leben charakteristisch“ oder "weltgewandt“ definiert werden kann, wird das Wort oftmals auch als herablassender Slang-Terminus für "Schwarz“ gebraucht.

Kravitz schilderte gegenüber NYLON, dass sie sich oft nicht mit der Darstellung Schwarzer Personen in Film und Fernsehen identifizieren konnte, weshalb es ihr bei ihrer Rollenwahl besonders wichtig sei, keine Klischees zu bestätigen und "typisch schwarze Rollen“ anzunehmen. "Ich will nicht immer die beste Freundin oder die Rolle des Mädchens spielen, das im Ghetto zu kämpfen hat. Es ist nicht so, dass diese Geschichten nicht wichtig sind, aber ich sah ein Muster und dachte: Ich habe einfach keinen Bezug zu diesen Rollen“. Während es Kravitz mit ihrem Bekanntheitsgrad und Promi-Eltern natürlich leichter hat, bei Rollen wählerischer zu sein, haben beispielsweise Schwarze Newcomer*innen diese Möglichkeit nicht.

Kleiner Schritt in die richtige Richtung

Die abwertende Verwendung des Begriffs "urban“ und die sehr reale Wahrscheinlichkeit, dass Kravitz aufgrund ihrer Hautfarbe das Vorsprechen verweigert wurde, ist beunruhigend, macht ihr Casting als Catwoman aber irgendwie auch befriedigender. Darüber hinaus ist es ein Zeichen des Wandels: Zumindest ein bisschen was hat sich in den letzten Jahren in Hollywood getan. Veränderungen mögen langsam sein, aber sie geschehen. Immerhin.

 

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