Yogini setzt mit blutiger Hose Zeichen gegen Perioden-Stigma

Eine Yoga-Lehrerin setzt auf drastische Mittel, um gegen "Period-Shaming" mobil zu machen.

Wenn Frauen öffentlich über ihre Periode sprechen, müssen sie sich immer noch abwertenden oder beleidigenden Kommentaren stellen. Es sei "eckelhaft", "unangemessen" und einfach nur falsch seine Menstruation öffentlich zu thematisieren, so die Kritiker.

Steph Gongora, eine amerikanische Yoga-Lehrerin, hat genug vom "Perioden-Shaming" und setzte nun mit einem sehr ehrlichen Video ein klares Zeichen gegen alle, die Frauen für ihre Menstruation schlecht fühlen lassen.

I am a woman, therefore, I bleed. . It's messy, it's painful, it's terrible, & it's beautiful. . And yet, you wouldn't know. Because I hide it. . I bury things at the bottom of the trash. I breathe, ragged and awkward through the cramps, all the while holding onto this tight lipped, painted on smile. . Tampons? What are those. We don't say those words out loud. Hide them. In the back pocket of your purse, in the corner of the bathroom drawer, at the very bottom of your shopping cart (please let me get a female cashier). . Events or engagements get missed. I'll tell myself it’s the PMS, sure, but it has more to with the risk of being "caught," at what...I'm not quite sure. . And I’m lucky. . Over 100 million young women around the globe miss school or work for lack of adequate menstrual supplies, & fear of what might happen if the world witnesses A NATURAL BODILY FUNCTION. . WHY? . Because hundreds of years of culture have made us embarrassed to bleed. Have left us feeling dirty and ashamed. . STOP PRETENDING. Stop using silly pet names like Aunt Flo because you're too afraid to say "I'm bleeding" or "vagina." Stop wasting so much effort hiding the very thing that gives this species continuity. . START talking about it. Educate your daughters. Make them understand that it can be both an inconvenience and a gift, but NEVER something to be ashamed about. Educate your sons so they don't recoil from the word tampon. So when a girl bleeds through her khaki shorts in third period (pun intended), they don't perpetuate the cycle of shame and intolerance. . This #StartSomethingSunday , I want to highlight @corawomen . . Cora Women is a 100% Organic tampon company. . But that’s not all. They are also breaking barriers. Making it ok to talk about periods, even on social media. Providing personalized, delivered tampon/pad orders right to your door. AND for every box purchased, donating a box of sustainable pads to girls who can't afford menstruation products. . Fuck yeah. That's the kind of stuff I can galvanize behind, no money or even product needed. Just a mission I support on a topic we should ALL be talking about. . More ⬇️

Ein von Steph Gongora (@casa_colibri) gepostetes Video am

In ihrem Instagram-Video zeigt sich die Yogini in einem weißen Yoga-Outfit, das einen Blutfleck in ihrem Schambereich klar sichtbar werden lässt. Darunter stehen die Worte:

"Ich bin eine Frau und deswegen blute ich. Es ist eine Sauerei, es tut weh, es ist schrecklich und wunderschön. Und doch würdet ihr das nie wissen, weil ich es verstecke. (...)

Tampons? Was ist das? Wir sprechen diese Worte nicht einmal laut aus. Wir verstecken sie. Verstauen sie in der hintersten Ecke unserer Handtasche oder dem Einkaufswagerl - und beten dafür, dass bei der Kassa eine Frau an der Theke steht.

Und ich habe noch Glück!

Über 100 Mio. junge Frauen können nicht in die Arbeit oder Schule gehen, weil ihnen adäquate Menstruations-Artikel fehlen und sie Angst davor haben, was passiert, wenn die Welt von ihrer VÖLLIG NORMALEN KÖRPERFUNKTION erfährt.

Warum ich das schreibe?

Weil uns hunderte Jahre erklärt wurde, dass wir uns schämen müssen, zu bluten. Man ließ uns schmutzig und beschämt fühlen. (...)".

Mit ihrem Statement möchte die 30-Jährige wachrütteln und Frauen dazu ermutigen offen und ehrlich über ihre normalen Körperbedürfnisse zu sprechen.

Aufmerksamkeit bekommt man nur mit "Schock-Effekt"

Ihr mutiges Video erreichte mittlerweile tausende Frauen weltweit und trifft (wenig überraschend) auf geteilte Meinungen.

In einem Essay, den Steph in der amerikanischen Cosmopolitan veröffentlichte, schreibt sie:

"Natürlich wusste ich, dass meine weißen Yogahosen mit dem Blutfleck ein Statement setzen würden -dass es in einer Gesellschaft, die kaum noch Zeit zum Lesen findet, für Aufmerksamkeit sorgen wird. Dass es notwendig war, die Menschen mit etwas 'Schockierendem' auf mich aufmerksam zu machen, um sie aus ihrem Social-Media-Scrollenden, iPhone-haltenden und sinnlosen Meme-Surfing herauszuholen."

Die Yoga-Lehrerin berichtet in ihrem Text neben sehr viel positivem Zuspruch auch negative Kommentare bekommen zu haben. Sogar Morddrohungen seien gegen sie ausgesprochen worden.

Doch ihr Erfolg gibt ihr Recht und bestätigt sie in dem was sie tut: Seit der Veröffentlichung wandten sich hunderte Frauen an sie, die ähnliche Erfahrungen machten und dankbar waren, dass sie von Steph endlich öffentlich thematisiert wurden.

 

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