Würdest du deinem Partner einen Heiratsantrag machen?

… so ganz klassisch mit Hinknien und Ring im Schachterl?

Würdest du deinem Partner einen Heiratsantrag machen?

In Heterobeziehungen galt die längste Zeit: Der Mann ist für den Heiratsantrag zuständig. Wir alle kennen die klassische Szene aus etlichen Kitschfilmen – er besorgt heimlich den Verlobungsring, überlegt sich ein romantisches Szenario und geht schließlich am Berggipfel, beim Lieblingsitaliener oder am Strand im Sonnenuntergang vor der Angebeteten auf die Knie, klappt das samtene Ringschachterl auf und fragt, ob sie seine Frau werden möchte.

Mal andersrum

Aber … ist das noch zeitgemäß, beziehungsweise wirklich das, was sich die meisten Frauen heutzutage wünschen?

Wie es aussehen könnte, wenn die Rollen umgekehrt werden, zeigt ein neuer Spot der Wiener Juwelen- und Uhrenfachhändler. Darin ist es nämlich die Frau, die den Ring besorgt und auf die Knie geht:

Gesellschaftlicher Wandel

Wir schreiben das Jahr 2022. Alte Geschlechterzuschreibungen gelten heute - zumindest teilweise - nicht mehr. Auch in Beziehungen verschieben und vermischen sich die Rollen nach und nach (wenngleich Frauen leider immer noch viel zu häufig der größte Teil der Haushalts- und Carearbeit zukommt, was oft zu einer Doppelt- und Dreifachbelastung führt).

Obwohl wir uns als Gesellschaft weiterentwickeln und sich mehr und mehr Menschen als Feminist*innen verstehen, ist das Festhalten an alten Rollenbildern und Traditionen immer noch groß, wenn es ums Thema Verlobung geht.

Alles neu - nur nicht der Antrag

Er nimmt ihren Nachnamen an? "Klar, wieso nicht?". Beide behalten nach der Hochzeit ein eigenes Konto? "Na selbstverständlich!", sagen mittlerweile viele Frauen in heterosexuellen Beziehungen. Geht es allerdings darum, wer den Antrag macht, scheint das alte Modell mit dem Mann, der auf die Knie geht, nach wie vor für viele das einzig Richtige zu sein. Woran liegt's?

Wäre es nicht Zeit, auch hier die alte Rollenverteilung ein bisschen aufzubrechen und für mehr Gleichheit zu sorgen? Oder ist es nur fair, wenn weiterhin der Mann für die Verlobung zuständig ist – schließlich ist so ein Verlobungsring ja auch nicht günstig und der Mann in vielen Fällen (leider) nach wie vor der Mehrverdiener? Das eröffnet natürlich wieder die Frage, ob es überhaupt einen Ring braucht. Warum nicht das ganze Antragsritual neu denken?

Wie steht ihr dazu? Würdet ihr eurem Partner den Antrag machen?

 

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