"wunderbarer Neger": CSU-Politiker schockiert mit Rassismus-Sager

Für die Aussage des bayrischen Innenministers Herrmann, die gestern im Rahmen einer deutschen Talkshow fiel, gibt es im Netz nun scharfe Kritik.

Kaum ein Thema ist momentan so präsent in den Medien wie die Asyldebatte. Im Fernsehen finden länderübergreifend täglich Diskussionen und Talk-Shows statt, die sich um die Problematik und Lösung der Frage drehen, in mehreren Länder werden Demonstrationen für und gegen Flüchtlinge organisiert.


In der gestrigen ARD-Sendung "Hart aber fair" wurde ebenfalls heftig über die Flüchtlingsfrage diskutiert. Zu Gast waren unter anderem der bayrische Innenminister Joachim Herrmann und "Focus"-Chefredakteur Ulrich Reitz. Dieser hob in einer Aussage die erfolgreiche Integration vieler Einwanderern hervor.

Diese Aussage stützen wollend, fiel ihm der Innenminister ins Wort und meinte:

"Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat. Beim FC Bayern spielen ja auch ‘ne ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit."
von Joachim Herrmann


Zugegebenermaßen, der Ausspruch des CDU Politikers hätte nicht unglücklicher gewählt sein können. Zwar lässt die Aussage im Kontext vermuten, dass Herrmann nur das vorherige Statement seines Mitredners bekräftigen wollte. Doch, dass er dabei ausgerechnet das N-Wort in den Mund nahm, sorgte in den sozialen Medien für einen Sturm der Entrüstung.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender N24 meinte Herrmann am Morgen, er würde "das Wort sonst nie benutzen". Umso fraglicher, warum er es gerade in einer TV-Sendung verwendet hat.

Angesichts der angespannten Lage zum Thema Asylpoltik ist die Aussage an Brisanz wohl kaum zu übertreffen - die Emotionen gehen hoch: Besonders im Kurznachrichten-Netzwerk Twitter ist die Empörung über die deplatzierte Äußerung des bayrischen Innenministers groß.

Unter den Hashtags #twitternwieherrmann, #hartaberfair und #Hermann macht das Netz seinem Ärger Luft:






Auch mehrere deutsche Politiker beteiligten sich auf Twitter an der Diskussion und übten scharfe Kritik.

Hier geht es zum Ausschnitt der gestrigen Sendung:

 

Aktuell