World Sleep Day

Alles hat seinen Tag: Das Glück, die Erde oder der Kaffee - klar, dass auch dem Schlaf ein internationaler Tag gewidmet ist. Oder sollte es nicht vielmehr eine Nacht sein? Fest steht: Am 14. März feiern wir den Welttag des Schlafs!

Na, heute gut geschlafen? Oder gab es ein ähnlich plötzliches Erwachen wie für Bizkit, dem schlafwandelnden Hund im Video? Dann legen Sie sich am besten einfach noch einmal hin! Heute können nicht einmal Ihr Chef oder Ihre Familie etwas dagegen haben, schließlich ist heute World Sleep Day. Und der Welttag des Schlafs gehört dementsprechend zelebriert …

Seit 2008 steht der World Sleep Day auf dem Kalender: Initiiert von der World Association of Sleep Medicine (WASM) soll er uns daran erinnern, den Schlaf und dessen Vorzüge zu feiernsowie gleichzeitig aufSchlafprobleme aufmerksam machen. Unter Letzterem leiden immerhin 45 Prozent aller Menschen. In Deutschland sind das jede zweite Frau und jeder vierte Mann, das ergab eine Umfrage einer Krankenkasse - in Österreich gilt wohl Ähnliches. Dabei zeigen andere Studien, dass regelmäßig zu wenig Schlaf - das heißt, sechs Stunden oder weniger, die Lebenserwartung verkürzt. Wer sich jetzt am liebsten wieder ins Bett verkriechen möchte, sei gewarnt: Auch zu viel an Schlaf wirkt sich negativ aus!

Ein paar Fakten zum Schlaf finden Sie auf Seite 2 >>

Tatsächlich: Die berühmten "paar Minuten", die man ab und an gern länger im Bett verbringt, können sich negativ auf das Gleichgewicht zwischen Wachen und Schlafen auswirken. Das behauptet unter anderem der Schlafforscher Jürgen Zulley von der Universität in Regensburg. Außerdem laufen Langschläfer Gefahr, träge zu werden. Bei den meisten Menschen ist das Leistungspensum in der Zeit von morgens 10 bis 11 Uhr am höchsten. Wer da lieber schläft, kann nicht sein volles Pensum abrufen, der Start in den Tag fällt schwer und die Müdigkeit zieht sich bis in den Abend hinein. Langschläfer haben darüber hinaus ein erhöhtes Krankheitsrisiko und eine erhöhte Sterblichkeit. Auch wenn die Forschung nach dem Warum noch anhält, lohnt es sich also, lieber nicht allzu lang in den Federn zu bleiben.

Weitere Schlaf-Fakten:

  • Genügend Schlaf ist relativ: Im Alter von zehn Jahren brauchen Kinder neun bis neuneinhalb Stunden Schlaf, um besonders leistungsfähig zu sein. Bei Zwölfjährigen liegt das Optimum bei acht und achteinhalb Stunden und im Alter von 16 bis 18 Jahren sind es nur noch sieben Stunden. Je älter man ist, desto weniger Schlaf braucht man.

  • Je älter die Menschen sind, umso zufriedener sind sie mit der Qualität ihres Schlafes. Das stellten Forscher bei einer Untersuchung an 150.000 Amerikanern fest.

  • Erwachsene, die an Schlafstörung leiden, haben oft eigentlich Angst im Dunkeln. Diese Erkenntnis präsentierten Wissenschaftler auf der SLEEP 2012, einem Kongress für Schlafforscher. Das Licht einzuschalten hilft bei der Dunkelangst übrigens leider nicht.

  • Männer fahren öfters schläfrig Auto als Frauen (56% vs 45% Wahrscheinlichkeit). Und das Risiko beim Fahren einzuschlafen ist für Männer doppelt so hoch wie für Frauen (22% vs 12% Wahrscheinlichkeit).

  • Einem von fünf Piloten unterlief bereits ein gröberer Fehler wegen Müdigkeit. 18 Prozent der Lokomotivführer und 14 Prozent der Lastwagenfahrer gaben an, dass ihnen wegen Müdigkeit beinahe schon einmal ein Unglück passiert wäre.

Gerade mit der letzten Tatsache können Sie vor Ihrem Chef argumentieren und sich heute einmal ein wohlverdientes Mittagsschläfchen gönnen - nicht nur, wenn Sie Pilot, Lokomotivführer oder Lastwagenfahrer sind. 10 bis 15 Minuten reichen aus, um von einem solchen Powernap zu profitieren. Übrigens haben nicht nur Sie davon mehr Energie, Studien zufolge bringt ein kurzer Schlaf zu Mittag 100 Prozent mehr an Konzentration für die kommenden Aufgaben. Vorausgesetzt, Sie können es sich auf Ihrem Bürostuhl so richtig bequem machen … Eine Couch steht ja schließlich bei den Wenigsten von uns im Arbeitszimmer. Schade eigentlich!

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