Woran du eine Panikattacke erkennst und was du dagegen tun kannst

In einem Moment ist noch alles in Ordnung und auf einmal weißt du nicht mehr, wie dir geschieht: Panikattacken treten oft überraschend auf und sind nicht immer sofort als solche zu erkennen.

Anzeichen für eine Panikattacke

Gerade war noch alles okay und plötzlich ist sie da: die Panikattacke. Das Herz schlägt auf einmal viel schneller, du beginnst zu schwitzen, bekommst kaum Luft und in deinem Kopf ist nur noch Panik. Die Angst nimmt scheinbar Überhand und alles ist blockiert. Erlebst du zum ersten Mal eine Panikattacke, kann das ganz schön furchteinflößend sein, denn oft ist einem nicht klar, was da eigentlich gerade passiert. Auch braucht es für die Attacke nicht zwingend einen eindeutigen Auslöser.

Woran du eine Panikattacke erkennst und wie du sie wieder loswirst:

Folgende Symptome treten häufig (und meist sehr rasch) bei einer Panikattacke auf:

  • Du bemerkst, dass dein Herz plötzlich viel schneller schlägt
  • Du fühlst dich schwach, schwindelig oder benommen
  • Dir ist auf einmal sehr kalt oder auch sehr heiß
  • Du fängst an zu schwitzen oder zu zittern
  • Dir wird übel
  • Du verspürst Schmerzen in der Brust oder im Bauch
  • Du hast Schwierigkeiten beim Atmen
  • Du fühlst dich wacklig auf den Beinen
  • Du erlebst ein Gefühl der Dissoziation, soll heißen, du fühlst dich zeitweise von Geist, Körper oder Umgebung getrennt

Ein gesunder Lebensstil ist dir wichtig? Du willst lieber gesund bleiben, als dich irgendwann um deine Krankheiten zu kümmern? Dann bist du hier richtig! Beim ersten WIENERIN HOLISTIC HEALTH DAY erlebst du Körperwissen hautnah. Hier geht es zu den wichtigsten Informationen.

Wie lang dauert eine Panikattacke und wodurch wird sie ausgelöst?

Menschen, die eine Panikattacke erleben, haben oft Angst, dass sie völlig die Kontrolle verlieren, ohnmächtig werden, einen Herzinfarkt haben oder gar sterben. Wer schon einmal eine Attacke hatte, lebt oft mit der Angst, dass sie wieder auftreten könnte. Ist diese Angst sehr stark ausgeprägt, spricht man von Agoraphobie. In manchen Fällen kann die Angst vor einem Panikanfall denselben erst auslösen.

Generell können die Auslöser für Panikattacken sehr unterschiedlich sein, manche Menschen wissen mit der Zeit, welche Trigger Attacken bei ihnen hervorrufen können (etwa kurz bevor sie eine Präsentation halten müssen, etc.).

Eine Panikattacke dauert durchschnittlich zwischen fünf und 20 Minuten und tritt sehr schnell auf.

Was du tun kannst, wenn eine Panikattacke auftritt

Panikattacken können echt beängstigend sein, aber es gibt Dinge, die du tun kannst, um dir selbst zu helfen. Es kann nützlich sein, diese Tipps auszudrucken oder aufzuschreiben und sie an einem gut sichtbaren/erreichbaren Ort aufzubewahren.

Es kann helfen, wenn du ...

  • dich auf deine Atmung konzentrierst/ versuchst, langsam ein- und auszuatmen während du bis zehn zählst.
  • den Fokus auf deine Sinne lenkst, etwa indem du ein Minzzuckerl lutscht, an einem ätherischen Öl riechst oder über eine weiche Decke streichst.
  • dich erdest/ gedanklich verwurzelst, indem du dich darauf konzentrierst, wie du mit deinen Beinen fest auf dem Boden stehst.
  • versuchst, deine Muskeln zu entspannen. Konzentriere dich auf einzelne Körperteile wie Nacken, Schultern, Kiefer, etc. und lasse diese bewusst locker.

Nach einer Panikattacke ist es wichtig, sich Ruhe zu gönnen und erst mal ein bisschen abzuschalten. Leg dich für ein Weilchen hin und trinke einige Schlucke. Es kann ebenfalls guttun, mit einer vertrauten Person zu sprechen, um das Erlebte zu verarbeiten. Sollte es irgendwann noch einmal zu einem Panikausbruch kommen, kann es hilfreich sein, wenn eine Vertrauensperson schon weiß, wie sich Attacken bei dir äußern und was du in dieser Zeit brauchst.

Bei wiederholten Attacken oder ausgeprägten Panikstörungen kann eine Psychotherapie helfen - sprich am besten mit einem*r Arzt*Ärztin deines Vertrauens.

 

Aktuell