Women of Color kicken die alten, weißen Männer aus dem Kongress

Die Zwischenwahlen in den USA sind geschlagen. Sowohl die Demokraten, als auch Präsident Donald Trump beanspruchen den Sieg für sich. Tatsächlich gewonnen haben aber: die Frauen.

Die teuersten Midterm-Elections der USA sind vorbei. Am Dienstag wählten die US-AmerikanerInnen alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses, 35 von insgesamt 100 Sitzen im Senat und einige Gouverneure neu. Die Demokraten holen die Mehrheit im Repräsentantenhaus, zum ersten Mal seit 2010. Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, das Ergebnis dürfte aber im Bereich von etwa 227 Sitzen für die Demokraten und 208 Sitze für die Republikaner liegen. Den Kampf um die Vorherrschaft im Senat konnten die Republikaner für sich entscheiden und ihren Vorsprung in der Kammer weiter ausbauen. Während die Demokraten einige neue Gouverneursposten und die Mehrheit im Repräsentantenhaus feiern, sieht Trump in den Ergebnissen einen Sieg für sich. Wirklich überrascht haben aber: die Frauen.

Seit der Wahl des US-Präsidenten 2016 haben sich mehr Frauen denn je aktiv politisch engagiert und auf Wahllisten setzen lassen - nicht nur weiße Frauen, auch zahlreiche Women of Color. Viele davon konnten am Wahltag überzeugen, zum ersten Mal wurden mehr als 100 Frauen in das Repräsentantenhaus gewählt. Und sie bescheren dem Kongress noch mehr "erster Male":

 

Die jüngsten, weiblichen Kongressabgeordneten

Alexandria Ocasio-Cortez und Abby Finkenauer sind die jüngsten Frauen, die jemals in den Kongress einziehen. Die Demokratinnen sind beide 29 Jahre alt und werden ihre Wahlbezirke in New York und Iowa vertreten.

 

 

Die ersten Native American Women

Die Demokratinnen Sharice Davids und Deb Haaland sind die ersten Native American Women, die in den Kongress einziehen. Haaland hat ihren Wahlbezirk im Bundesstaat New Mexico gewonnen, wo Native Americans erst seit 1962 wählen dürfen. Davids, die ihren Bezirk in Kansas vertreten wird, ist außerdem die erste lesbische Kongressabgeordnete des Bundesstaates.

 

 

Die ersten Muslimas

Rashida Tlaib aus dem Bundesstaat Michigan und Ilhan Omar aus Minnesota sind die ersten Muslimas im Repräsentantenhaus. Beide gehören der demokratischen Partei an.

 

 

Stacey Abrams hofft noch auf Stichwahl

Stacey Abrams könnte immer noch Geschichte schreiben: Die Steueranwältin und Hoffnungsträgerin der Demokraten könnte im Bundesstaat Georgia als erste Schwarze Frau zur Gouverneurin gewählt werden. Erste Ergebnisse sehen ihren Republikanischen Gegenkandidaten Brian Kemp mit 51 zu 48 Prozent vorne. Abrams hofft, dass ihr Konkurrent noch unter die Schwelle von 50 Prozent fällt, die eine Stichwahl nötig macht. 

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