Wodka und Brot

Mit überzeugendem Figurenpersonal und in Worten voller Magie beschreibt Mira Magén in "Wodka und Brot" Lebensentwürfe in Israel.

Dieses Buch hätte ein trauriges werden können, denn es handelt auf vielfache Weise vom Verlust. Amia etwa kommt ihr Mann Gideon abhanden, ein brillanter Anwalt, der beschließt, Fischer zu werden. Warum, das erfahren wir erst am Ende des Buchs.

Bis dahin haben Amias Wege jene anderer Menschen gekreuzt - die des verbitterten alten Nachbarn, der blutjungen Ausreißerin oder des traurigen Nicht-mehr-Vaters. Sie alle haben ihr Packerl zu tragen. Aber mithilfe von Amia, die nicht weiß, wie sehr sie an Gott glauben und die jüdischen Traditionen bewahren soll, wendet sich das Schicksal zum Guten.

Die Story ist aber nicht brachial auf Happy End getrimmt: Autorin Magén hält in Schwebe. Und bei allem schwingt die Frage mit: Wie viel freier Wille steckt eigentlich in unseren Entscheidungen?

 

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