WissenschaftlerInnen entwickeln Café mit Brokkolipulver

Grün ist nicht nur der Brokkoli selbst, sondern auch die Idee dahinter.

Fünf Portionen am Tag sollten wir täglich zu uns nehmen, wenn es nach ExpertInnen geht - eine Zahl, die für viele unerreichbar scheint. In Australien hat man deswegen ein Produkt kreiert, das unsere Gemüse-Aufnahme erleichtern soll: Brokkoli-Pulver!

Entwickelt von der staatlichen Forschungsorganisation Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) und der Agrarfirma Hort Innovation soll Broccolipulver helfen, den Tagesbedarf an Gemüse spielend leicht zu decken - bereits zwei Löffel des Pulvers reichen, um das Ziel zu erreichen.

Broccolatte - durchaus gewöhnungsbedürftig

Eine Idee, die auch den Machern des "Common Folks Cafés" in Melbourne "schmeckte" und die das Pulver zum Anlass nahmen, um eine neue Kaffee-Kreation zu erschaffen: Den Broccolatte - ein Cappuccino oder Espresso mit Broccolipulver.

Die ungewöhnliche Kreation kommt freilich nicht bei allen KundInnen an, wie Common Folks-Chef Sam Keck berichtet. Einige der gesundheitsbewussten australischen Gäste wären bereits große Fans der Kreation, berichtet Keck. "Und dann gibt es die andere Gruppe, die sagt: 'Würg! Das schmeckt wie Broccoli'."

Ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung

Die Idee Broccoli in Pulverform zu produzieren, hat laut den WissenschaftlerInnen nicht nur gesundheitliche Gründe. Das Gemüse wird in Australien zwar zahlreich angebaut, allerdings auch in großen Mengen wieder entsorgt, da es bei den KundInnen nicht so beliebt ist. Mit dem Pulver sollen Restbestände aufgebraucht und verarbeitet werden und so der Lebensmittelverschwendung vorgebeugt werden.

Noch gibt es das Produkt im Einzelhandel nicht zu kaufen, man arbeite aber derzeit daran, das Pulver sobald wie möglich für mehr Menschen auf den Markt zu bringen, so die Forschungsleiterin des Projekts, Mary Ann Augustin. Dann kann es freilich auch in Smoothies, Suppen, Salaten, als Aufstrich oder für Dips verwendet werden.

Und könnte so schnell zu einem "grünen" Gesundheitstrend werden, bei dem "grün" zur Abwechslung nicht nur ein leerer Marketing-Gag ist.

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