"Wir sollten Männer in Anzügen verbieten, nicht Burkas!"

Dieser Brief eines Mannes trifft die Absurdität des Burka-Verbots auf den Punkt.

Ein Mann namens Henry Stewart schrieb diese Woche einen Leserbrief an den britischen "Guardian". Und er ist definitiv lesenswert.

In weniger als 100 Wörtern beschreibt Stewart darin nämlich, warum es absurd ist, Burkas und Burkinis zu verbieten - eine Diskusson, die seit Wochen europaweit heftig geführt wird. Der Leser argumentiert damit, dass wenn man schon etwas verbieten will, um für öffentliche Sicherheit zu sorgen, dann sollten das Männer in Anzügen sein:

"Noch nie hat mir eine Frau in ihrer Burka (oder Hijab oder Burkini) etwas zuleide getan. Aber ich wurde ohne Grund von einem Mann im Anzug gefeuert. Männer in Anzügen haben mir unter falschem Vorwand Pensionen und Fonds verkauft und mich tausende von Pfund gekostet. Ein Mann im Anzug hat uns in einen katastrophalen und illegalen Krieg geführt. Männer in Anzügen haben Banken geleitet und damit die Weltwirtschaft zerstört. Andere Männer in Anzügen haben dann das Leid von Millionen Menschen gesteigert, in Namen ihrer Sparpolitik. Wenn wir den Leuten schon sagen wollen, was sie zu tragen haben, dann sollten wir vielleicht Männer in Anzügen verbieten."

Zum Hintergrund


Das Burkini-Verbot in Frankreich, das vom Obersten Verwaltungsgericht bereits gekippt wurde, hat weite Kreise gezogen und weltweit für Empörung gesorgt. Vor allem der öffentlich gewordene Fall einer Frau, die von Polizisten gezwungen wurde, sich auszuziehen, sorgte für Verwunderung (die WIENERIN hat berichtet).

 

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