Wir probieren: Kunstnägel

WIENERIN-Fotoredakteurin Hannah Sobol testete die wohl günstigste und spontanste Art, schnell zu langen, farbigen Fingernägeln zu kommen: Pop-on-Nails der neuen Generation.

WIENERIN probiert Kunstnägel

Kleber auftragen, Nagel anpressen. Hört sich einfach an. Ist es das auch?

DAS PRODUKT: Die Aufklebenägel von Naild sollen besonders gut sein, weil sie unten, also zum Nagelbett hin, dünn werden. So entsteht ein feiner Übergang statt einer Kante, die verraten würde, dass man Kunstnägel trägt. Naild-Nägel gibt es in kürzeren und extralangen Varianten. Sie können lackiert werden und mit Topcoats entweder zum Glänzen gebracht oder mattiert werden.

DIE VORBEREITUNG: Um die Naturnägel vorzubereiten, muss zuerst überschüssige Nagelhaut gelöst und zurückgeschoben werden -Nagelöl hilft dabei. Wichtig ist auch, sich unter den vielen Größen die zu den eigenen Fingern passende rauszusuchen und in der richtigen Reihenfolge bereitzulegen.

DIE ANWENDUNG: Einen Tropfen Kleber auf den Naturnagel auftragen und gut auf der Fläche verteilen. Wer den Halt erhöhen möchte, verwendet zwei Tropfen. Dann fünf Sekunden warten, den Kunstnagel am Nagelbett ansetzen und für 15 Sekunden anpressen. Überschüssigen Kleber mit dem Holzstäbchen abstreifen.

Naild Nägel

TIPPS

ANKLEBEN: Der mitgelieferte Flüssigkleber sorgt für einen sehr festen Halt. Verwendet man einen Tropfen, verspricht Naild eine Tragedauer von etwa einer Woche, verwendet man zwei Tropfen, sollen die Kunstnägel mehr als zwei Wochen halten. Nagel-Klebestreifen wie die von Ardell (siehe unten) halten weniger gut, gehen aber leichter runter.

KÜRZEN: Mit einem speziellen Nagelzwicker für Kunstnägel können Pop-on-Nails ganz einfach individuell gekürzt werden. Je nach Winkel werden die Nagelspitzen dabei rund, flach oder ganz gerade abgezwickt. Dann nur noch mit der mitgelieferten Feile scharfe Kanten und Schnittstellen glatt feilen.

Unser Fazit

Das Aufkleben war nach anfänglichem Herumgefummel einfach. Anfangs fühlten sich die langen Nägel total ungewohnt an -ich kürzte sie ein wenig, um mich wohler zu fühlen. Dann ließ ich die Nägel zehn Tage oben. Am zweiten Tag ging der linke Daumennagel ab, der Rest hielt bombenfest. Ich habe sie dann aktiv runtergegeben. Nachdem ich anfangs ständig im Kopf hatte, dass so lange Nägel unangenehm sind (ich spürte sie bei jeder Tätigkeit), war ich überrascht, wie schnell ich mich dann doch an das Gefühl gewöhnte. Nach drei Tagen dachte ich gar nicht mehr daran - außer wenn ich die Bankomatkarte aus der Geldbörse oder Creme aus einem Tiegel nehmen musste. Das war fast unmöglich. Gefallen haben sie mir, vor allem nach dem Kürzen, gut. Auch meine Schwester und Freundinnen meinten, sie sehen schön und natürlich aus.

 

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