Wir probieren: Facial Tapes

Beauty-Taping verspricht natürliches Anti-Aging ohne Eingriffe oder Cremes. Unser stellvertretender Chefredakteur Ljubiša Buzić hat den Unisextrend getestet.

Wir probieren: Facial Tapes

Wie geht Beauty-Taping?

Die Methode:

Viele der Fältchen in unserem Gesicht kommen nicht vom Altern der Haut, sondern eher von unserer täglichen Mimik oder angespannten Gesichtszügen. Beim Taping versucht man, genau hier einzugreifen – mit Kinesiologiebändern, die üblicherweise bei Verspannungen des Rückens oder der Gelenke verwendet werden; nur eben im Gesicht statt am Nacken.

Die Vorbereitung:

Eine Rolle Kinesiologietape (5 cm Breite) aus der Apotheke oder der Drogerie, das Buch Beauty-Taping von ­Lumira und Anna Stadler (Heyne, z.B. bei Morawa um € 14,90) und eine gute Schere genügen.

Die Anwendung:

Die Tapes sehen ein bisschen aus wie buntes Leukoplast, aber das Material ist elastischer und auf der Rückseite ist ein Raster aus Linien aufgedruckt, die helfen, sie in die richtige Größe zu schneiden. Nachdem man die entsprechende Gesichtspartie abgemessen hat, formt man Streifen aus der Rolle und klebt sie auf. Empfohlen wird das Tragen über mehrere Stunden, also über Nacht oder etwa im Homeoffice – soweit kein Videochat ansteht. ;-)

Übrigens: Beim Beauty-­Taping geht es nicht nur um Falten – das gleichnamige Buch enthält auch Tipps gegen Kopfschmerzen und ­Kieferspannung.

Mein Fazit

Für meinen Selbsttest habe ich mich auf zwei Bereiche konzentriert: einmal ­meine Stirn, die drei deutliche, wenn auch nicht sehr tiefe Querfalten hat, und andererseits die ausgeprägten Nasolabialfalten, die ich schon sehr früh hatte. Die sollen nun ihre Nächte unter bunten Klebestreifen verbringen. Leider habe ich mir für meinen ersten Versuch eine blöde Zeit ausgesucht: zu früh am Abend. Ich stehe noch in der Küche und komme dementsprechend bald ins Schwitzen – nicht sehr angenehm unter den Tapes, aber eine wichtige Erfahrung.

Abgesehen davon finde ich die Bänder in den Nächten nicht störend, auch nicht beim Schlafen. Ich spüre, wie die Beklebung meine sonst sehr lebhafte Stirn zwingt, unbewegt zu bleiben, und damit genau ihren Zweck erfüllt.

Das Ergebnis: Ich bin mir nicht sicher. Die Stirnfalten kommen mir morgens etwas weniger tief vor; bei den Nasenfalten sieht es ähnlich aus. Hier scheint der Effekt aber im Lauf des Tages schneller zu verschwinden.

Fazit: interessante ­Methode – sofern man diszipliniert genug ist, sie jede Nacht anzuwenden.

Tipp: Wem das tägliche Zurechtschneiden zu viel Fummelei ist, der oder die kann auch auf Vorrat schnipseln – und dann nur noch kleben.

 

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