"Wir müssen endlich aufhören Frauen als 'Mädels' zu bezeichnen!"

"Abwertend und erniedrigend". Der Star aus "Big Bang Theory" hat genug davon, dass Frauen durch Sprache ständig verniedlicht werden.

"Big Bang Theory"-Schauspielerin Mayim Bialik reicht's. Sie möchte in Zukunft nicht mehr als "Mädel" oder "Mädchen" bezeichnet werden, sondern als das, was sie ist: Eine Frau!

In einem Video, das sie auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte, erklärt die 41-Jährige, warum ihr die Bezeichnung so sehr missfällt.

"Girl" vs. “Woman": Why Language Matters

I get super annoyed when people call women "girls." You don't call a grown man a "boy," do you? Yes, I overthink everything. Here are my thoughts on why and how to change how we talk about women.

Posted by Mayim Bialik on Thursday, March 23, 2017

"Warum mir das Thema so wichtig ist? Weil Sprache einen Unterschied macht. Worte haben eine Bedeutung. (...) Wenn wir also erwachsene Frauen genauso bezeichnen wie kleine Kinder, ändert das unsere Sicht auf sie - oft auch unbewusst. Und somit stellen wir sie auch erwachsenen Männern nicht gleich. Und das bedeutet, das wir Frauen behandeln, als wären sie Männern untergeordnet", so Bialik.

Der Schauspielerin ist bewusst, dass die meisten Menschen mit der Bezeichnung nichts Böses meinen - doch im Unterbewusstsein verfestigen sich deswegen trotzdem Stereotype und Sichtweisen, die schwer zu brechen sind.

Würden wir einen Mann als Bub bezeichnen?

Bialik streicht in ihrem Video heraus, dass im Gegensatz zu Frauen, Männer selten als "Burschen" oder "Buben" bezeichnet werden, weil es erniedrigend und entmannend sei: "Du würdest doch nie zu jemandem hingehen und sagen 'Fragen Sie den Bub hinter dem Bank-Schalter, ob der Notar heute da ist.' Oder?"

Deswegen hat Bialik eine wichtige Nachricht an alle Frauen, egal ob sie sich gerne als "Mädchen" bezeichnen lassen oder nicht: "Wenn wir uns nicht dagegen wehren, fangen wir an zu glauben, dass die Dinge, so wie sie eben sind, so sein müssen. Wir fangen an, Vorurteile gegen Frauen anzunehmen, die schon seit Jahrhunderten in unserer Gesellschaft existieren. Die zu einer Zeit entstanden, als Frauen nicht respektiert oder sogar aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen wurden. Dieses Weltbild geht von einem Konstrukt aus, in dem Männer an der Macht und Frauen am Boden sind. Es liegt an uns, das zu ändern."

"Und wer weiß", sagt Bialik abschließend "vielleicht fangen wir auch irgendwann an, Frauen als mehr zu sehen als süß, klein oder niedlich, wenn wir sie endlich durch unsere Sprache befördern und stärken."

 

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